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sich ohne jedes Schamgefühl den Blickendarbot.
Also Paolo ging nach Karlsruhe, unddann und wann wechselten wir Post-karten, ein Verkehr, der nach und nachgänzlich einschlief.
Nach unserer Trennung waren unge-fähr fünf Jahre vergangen, als ich ihnin München wieder traf. Ich ging aneinem schönen Frühlingsvormittag dieAmalienstrasse hinunter und sah jeman-den die Freitreppe der Akademie berab-steigen, der von weitem beinahe denEindruck eines italienischen Modellsmachte. Als ich näher kam, war er eswahrhaftig.
Mittelgross, schmal, den Hut auf demdichten schwarzen Haar zurückgesetzt,mit gelblichem, von blauen Äderchendurchzogenem Teint, elegant, aber nach-lässig gekleidet, — an der Weste warenzum Beispiel ein paar Knöpfe nichtgeschlossen den kurzen Schnurrbartleicht aufgewirbelt, so kam er mitseinem wiegenden, indolenten Schrittauf mich zu.
Wir erkannten uns ungefähr gleich-zeitig, und die Begrüssung war sehrherzlich. Er schien mir, während wiruns vorm Cafe Minerva wechselseitigüber den Verlauf der letzten Jahre aus-fragten, in gehobener, beinahe exaltierter