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Der Kleine Herr Friedemann : Novellen
Entstehung
Seite
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Stimmung zu sein. Seine Augen leuch-teten, und seine Bewegungen warengross und weit. Dabei sah er schlechtaus, wirklich krank. Ich habe jetzt frei-lich leicht reden; aber es fiel mir that-sächlich auf, und ich sagte es ihm sogargeradezu.

„So, noch immer?“ fragteer. „Ja, ichglaube es wohl. Ich bin viel krank ge-wesen. Noch im letzten Jahre langesogar schwer krank. Es sitzt hier.“

Er deutete mit der linken Hand aufseine Brust.

„Das Herz. Es ist von jeher dasselbegewesen. — In letzter Zeit fühle ichmich aber sehr gut, ganz ausgezeichnet.Ich kann sagen, dass ich ganz gesundbin. Übrigens mit meinen 23 Jahren —es wäre ja auch traurig . . .“

Seine Laune war wirklich gut. Ererzählte heiter und lebendig von seinemLeben seit unserer Trennung. Er hattebald nach derselben bei seinen Elternes durchgesetzt, Maler werden zu dürfen,war seit etwa dreiviertel Jahren mit derAkademie fertig — soeben war er nurzufällig dort gewesen — hatte einigeZeit auf Reisen, besonders in Parisgelebt und sich nun seit ungefähr fünfMonaten hier in München nieder-gelassen ..Wahrscheinlich für