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Der Kleine Herr Friedemann : Novellen
Entstehung
Seite
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Totes lag darin, eine dumpfe, kraft- undwillenlose Hingabe.

Zehn Minuten etwa vergingen so; daerhob Frau von Rinnlingen sieh plötz-lich, und ohne ihn anzublicken, als obsie ihn während der ganzen Zeit heimlichbeobachtet hatte, schritt sie auf ihn zuund blieb vor ihm stehen. Er stand auf,sah zu ihr in die Höhe und vernahmdie Worte:

„Haben Sie Lust, mich in den Gartenzu begleiten, Herr Friedemann?“

Er antwortete:

„Mit Vergnügen, gnädige Frau.“

XV.

„Sie haben unseren Garten noch nichtgesehen?“ sagte sie auf der Treppe zuihm. „Er ist ziemlich gross. Hoffentlichsind noch nicht zu viele Menschen dort;ich möchte gern ein wenig aufatmen.Ich habe während des Essens Kopf-schmerzen bekommen; vielleicht war mirdieser Rotwein zu kräftig . . . Hierdurch die Thür müssen wir hinaus-gehen.“ Es war eine Glasthür, durchdie sie vom Vorplatz aus einen kleinen,kühlen Flur betraten; dann führten einpaar Stufen ins Freie.