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Gleich rechts von der Thür sass umeinen kleinen Tisch ein Kreis, dessenMittelpunkt von dem Studenten gebildetward, der mit Eifer sprach. Er hattedie Behauptung aufgestellt, dass mandurch einen Punkt mehr als eineParallele zu einer Geraden ziehen könne,Frau Rechtsanwalt Hagenström hatte ge-rufen: „Dies ist unmöglich!“ und nunbewies er es so schlagend, dass allethaten, als hätten sie es verstanden.
Im Hintergründe des Zimmers aber,auf der Ottomane, neben der die niedrige,rotverhüllte Lampe stand, sass im Ge-spräch mit dem jungen Fräulein StephensGerda von Rinnlingen. Sie sass einwenig in das gelbseidene Kissen zurück-gelehnt, einen Fuss über den anderengestellt, und rauchte langsam eineCigarrette, w T obei sie den Rauch durchdie Nase ausatmete und die Unterlippevorschob. Fräulein Stephens sass auf-recht und wie aus Holz geschnitzt vorihr und antwortete ängstlich lächelnd.
Niemand beachtete den kleinen HerrnFriedemann, und niemand bemerkte,dass seine grossen Augen ohne Unter-lass auf Frau von Rinnlingen gerichtetw r aren. In einer schlaffen Haltungsass er und sah sie an. Es war nichtsLeidenschaftliches in seinem Blick undkaum ein Schmerz; etwas Stumpfes und