seinem Beispiel gleich alle ihn nannten, "Echo's" Beschrei-bung, so gut das unbeholfen sich annähernde Wort sie dem,der nicht sah, zu geben vermag. Wieviele Schriftstellervor mir schon mögen die Untauglichkeit der Sprache beseufzthaben, Sichtbarkeit zu erreichen, ein wirklich genaues Bilddes Individuellen hervorzubringen! Das Wort ist geschaffenfür Lob und Preis, es ist ihm verliehen, zu erstaunen, zubewundern, zu segnen und die Erscheinung durch das Gefühlzu kennzeichnen, das sie erregt, aber nicht, sie zu beschwö-ren und wiederzugeben. Mehr, als durch den Versuch einesPortraits, tue ich wahrscheinlich für meinen lieblichen Gegen-stand, indem ich bekenne, dass heute, nach vollen siebzehnJahren, die Tränen mir in die Augen treten beim Gedenken anihn, welches zugleich mich doch mit einer grundseltsamen,ätherischen, nicht ganz irdischen Heiterkeit erfüllt.
Die Antworten, die er unter reizendem Gestenspiel aufFragen nach seiner Mutter, seiner Reise, seinem Aufenthaltin der grossen Stadt München erteilte, hatten, wie gesagt,prononciert schweizerischen Akzent und wiesen, im Silber-Timbre seines Stimmchens, viel Dialekthaftes auf, wie "Hüsli"statt Haus, "Öppes Feins" für “Etwas Feines" und "’s bitzli"statt "ein bisschen". Eine Vorliebe für "also" fiel eben-falls auf, in Verbindungen wie "Es war also herzig" u. dergl.mehr. Auch kam mehreres würdig Stehengebliebene aus ältererSprache in seiner Rede vor, wie er z.B. von etwas, woraner sich nicht mehr erinnern konnte, sagte: "Es ist mir abge-fallen", und wie er schliesslich erklärte: "Mehr neue Zeitig(für "Zeitung") weiss ich nicht". Er sagte dies aber merklichnur, weil es ihm darum zu tun war, den Cercle zu beenden,denn danach kamen folgende Worte von seinen Bienenlippen:
- Echo dünkt es nicht wohlanständig, länger noch ausserDach zu bleiben. Es ziemt sich, dass er ins Hüsli geht, denOheim zu grüssen.