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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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sagen: "zum offtermal"?, in seinen Briefen und selbst inseinem mündlichen Deutsch hervortraten. Bald sollte klarwerden, warum. Ein erster Wink war es für mich, als mir einesTages auf seinem Arbeitstisch ein Notenblatt in die Augenfiel, worauf er mit breiter Feder die Worte geschrieben hatte:

“Diese Trawrigkeit bewegte Doctor Faustum, dass er seineWehekl^j auffzeichnete."

Er sah, was ich sah, und nahm mir mit einem "Was treibtder Herr und Bruder da für nichtwerden Fürwitz!" den Zettelvor den Augen weg. Was er plante und stille für sich, ohneeines Menschen Zutun, auszuführen gedachte, hielt er nochlänger vor mir geheim. Aber von dem Augenblick an wussteich, was ich wusste. Es steht über jedem Zweifel, dass dasJahr der Kammermusik 1927 auch das Jahr der Konzeption von"Doctor Fausti Weheklag" war. So unglaubwürdig es klingt:im Kampf mit Aufgaben, so hoch kompliziert, dass man sichihre Bewältigung nur bei höchster, ausschliessendster Konzen-tration vorstellen kann, stand sein Geist zugleich schon,vorschauend, versuchend, Fühlung nehmend, im Zeichen deszweiten Oratoriums, - dieses zermalmenden Klage-Werkes, vondessen ernstlicher Angehung ein LebensZwischenfall, so lieb-lich, wie herzzerreissend, ihn zunächst noch ablenken sollte.

XLIV

Ursula Schneidewein, Adrians Schwester in Langensalza,hatte nach den Jahr für Jahr, 1911, 12 und 13, auf einanderfolgenden Geburten ihrer ersten drei Kinder ein wenig an derLunge gekränkelt und einige Monate in einer Heilstätte imHarz verbringen müssen. Der Spitzenkatarrh schien dann aus-geheilt, und während des Jahrzehnts, das bis zu dem Erscheinen

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