kend bedrohlicher Atmosphäre gelebt hatte.
- So also, sagte er, - sollte es kommen. Und man verstanddeutlich, dass er nur ängstlich darauf gewartet hatte, wie
es kommen werde.
- Ich will zu ihr, erklärte er, und stand wieder auf. -Ich hoffe, man wird mich dort (er meinte das Polizeigefängnis)mit ihr sprechen lassen.
Für heute Nacht konnte ich ihm darauf nicht viel Hoffnungmachen, aber er meinte mit schwacher Stimme, es sei seinePflicht, es zu versuchen, warf sich in den Mantel und eilteaus der Wohnung.
Allein in dem Zimmer, wo Inessens Büste distinguiert undfatal vom Sockel blickte, gingen meine Gedanken dorthin, wo-hin sie, wie man mir glauben wird, während der letzten Stun-den schon öfters, schon anhaltend gegangen waren. Noch eineschmerzliche Benachrichtigung, so schien mir, war zu tätigen.Aber eine eigentümliche Starrheit, die meine Glieder beherrsch-te und sich sogar auf meine Gesichtsmuskeln schlug, hindertemich, den Telephonhörer abzuheben und die Verbindung mitPfeiffering zu verlangen. Bas ist nicht wahr, ich hob ihnab, ich hielt ihn gesenkt in der Hand und hörte gedämpftund unterseeisch in der Leitung das amtierende Präulein sichmelden. Aber eine aus meiner schon krankhaften Übermüdunggeborene Vorstellung, nämlich, dass ich im Begriffe sei,ganz unnütz nächtlicherweile Haus Schweigestill zu alarmie-ren, dass es nicht nötig sei, Adrian meine Erlebnisse zu er-zählen, ja, dass ich mich auf irgend eine Weise lächerlichdamit machen würde, vereitelte mein Vorhaben, und ich legteden Hörer in die Gabel zurück.
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