am Hände des Dorfes ein, der sie zurückführte. Ein und derandere Kätner und Bauer,.dem sie begegneten, grüsste den lang-jährigen Gast der Schweigestills mit Namensnennung. Rudolf,nachdem man eine Weile geschwiegen, hob wieder an:
- Dass es mir leicht fallen wird, dort gut von dir zu re-den, wirst du mir glauben. Umso leichter, Adri, als du vonmir so gut geredet hast vor ihr. Ich will aber ganz offenmit dir sein, - so offen, wie du mit mir. Als du mich frag-test, was ich von Marie Godeau hielte, war ich schnell mitder Antwort bereit, die müsste wohl jedem gefallen. Ich willdir gestehen, dass in der Antwort mehr lag, als ihr so ohneWeiteres anzuhören ist. Ich hätte dir’s nie gestanden, wenndu mich nicht, wie du*s altpoetisch ausdrücktest, im Buchedeines Herzens hättest lesen lassen.
- Du siehst mich ehrlich gespannt auf dein Geständnis.
- Eigentlich hast du es schon gehört. Das Mädel - dumagst den Ausdruck nicht - das Mädchen also, Marie, ist auchmir nicht gleichgültig, - und wenn ich sage: nicht gleich-gültig, so ist damit wieder das Rechte noch nicht recht ge-sagt. Das Mädel ist das Netteste und Liebste, glaube ich,was mir an Weiblichkeit je vorgekommen ist. Schon in Zürich- ich hatte gespielt - ich hatte dich gespielt und war warmund empfänglich - hat sie’s mir angetan. Und hier - duweisst, den Ausflug habe ich vorgeschlagen, und zwischendurch,das weisst du nicht, habe ich sie auch gesehen, ich habe mitihr und Tante Isabeau in der Pension Gisella Thee getrunken,wir haben uns furchtbar nett unterhalten... Ich wiederhole,Adri, dass ich nur durch unser heutiges Gespräch, nur um un-serer gegenseitigen Offenheit willen darauf zu sprechen kom-me. -
Leverkühn hielt eine Pause ein. Dann sagte er mit einerStimme, die eigentümlich und mehrdeutig schwankte:
- Nein, das habe ich nicht gewusst. Von deinen Gefühlen
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