tatkräftig abholde Elemente, denen das Vorhaben, die deut-sche Schmach zu rächen und das Bewusstsein, eine kommendeWelt zu repräsentieren, in dreisten Zeichen an der Stirngeschrieben stand.
Es ist nicht anders: ein Beobachter hätte mich ■ mehr mitMarie Godeau und ihrem guten Tantchen zusammen gesehen, alsAdrian, der zweifellos ihretwegen gekommen war - wie wäreer sonst überhaupt gekommen? - der sie auch gleich anfangsmit sichtlicher Freude wieder begrüsst hatte, dann aber sichganz vorwiegend mit seiner lieben Jeanette und dem sozial-demokratischen Abgeordneten unterhielt, der ein ernstlichbewanderter Bach-Verehrer war. Meine Konzentration wirdman, ganz abgesehen von der Annehmlichkeit des Gegenstandes,begreiflich finden nach allem, was Adrian mir vertraut hatte.Rudi Schwerdtfeger war auch mit uns, Tante Isabeau war ent-zückt, ihn wiederzusehen. Wie in Zürich brachte er sie oftzum Lachen - und Marien zum Lächeln -, hinderte aber nichtein gesetztes Gespräch, das sich um Pariser und Münchenerkünstlerische Vorgänge drehte, auch das Politisch-Europäi-sche, die deutsch-französischen Beziehungen streifte, undan dem ganz zum Schluss, schon Abschied nehmend, Adrian sichim Stehen für einige Augenblicke beteiligte. Immer, mussteer ja seinen Elf Uhr-Zug nach Waldshut erreichen, und seineTeilnahme an der Soiree hatte nur knappe anderthalb Stundengedauert. \7ir anderen blieben ein wenig länger.
Dies war, wie gesagt, ein Samstagabend. Einige Tage spä-ter, am Donnerstag, hörte ich telephonisch von ihm.
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