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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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sie sich ja gefallen, die Popularität, nicht wahr, auch wennman sie nicht gesucht hat und im Grund überzeugt ist, dass sieauf einem Missverständnis beruht. Ist immer schmeichelhaft,ist immer wohltuend. Suche dir also, wenn du mich schon nen-nen willst, obgleich du ja meistens die Leute garnicht beilamen nennst, weil du aus Uninterssiertheit ihren Namen nichtweisst, - suche dir unter den bäurischen Zärtlichkeiten eineaus nach Belieben! Nur eine will und mag ich nicht hören,weil sie entschieden eine boshafte Nachrede ist und nicht imGeringsten auf mich passt. Wer mich den Herrn Dicis et nonfacis nennt, der wohnt in der Fehlhalde. Soll zwar auch einFingerspiel sein unterm Kinn, ist aber eine Verleumdung. Ichtue schon, was ich sage, halte aufs Tüpfelchen mein Verspre-chen, das ist geradezu mein Geschäftsprinzip, ungefähr wiedie Juden die verlässigsten Händler sind, und wenns zum Betrü-ge kam, nun, so ist es ja sprichwörtlich, dass immer ich, deran Treu und Redlichkeit glaubt, der Betrogene war...

Ich: - Dicis et non es. Ihr wollt wirklich da vor mirin dem Sofa sitzen und von aussen her zu mir reden auf gutKumpfisch, in altdeutschen Brocken? Ausgerechnet hier inWelschland wollt ihr mich visitieren, wo ihr gänzlich auseuerer Zone seid und nicht im geringsten populär? Was für ei-ne absurde Stillosigkeit! In Kaisersaschern hätt ich euchmir gefallen lassen. Zu Witten berg oder auf Wartburg, sogarin Leipzig noch wärt ihr mir glaubhaft gewesen. Aber dochhier nicht, unter heidnisch-katholischem Himmel!

Er (kopfschüttelnd und bekümmert mit der Zunge schnalzend):- T, t, t, immer dieselbe Zweifelsucht, immer derselbe Mangelan Selbstvertrauen! Wenn du den Mut hättest, dir zu sagen:

’fo ich bin, da ist Kaisersaschern', gelt, so stimmte dieSache auf einmal, und der Herr Ästheticus brauchte nicht mehrüber Stillosigkeit zu seufzen. Potz Strahl! Du hättest schonrecht, so zu sprechen, hast nur eben den Mut nicht dazu oder

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