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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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sagt, euere Nichtigkeit blossstellt. Ihr sagt lauter Dinge,die in mir sind und aus mir kommen, aber nicht aus euch.

Ihr äfft den Kumpf nach mit Redensarten und sehet nicht dabeiaus, als wäret ihr je in einer Universität auf einer HohenSchulen gewesen und hättet neben mir auf dem Affenbänkleingesessen. Ihr sprecht vom armen Gentleman und von dem, demich Du sage, sogar von Solchen, die mir Du gesagt haben ganzunverdankt. Und von der Oper sprecht ihr auch noch. Wohersolltet ihr denn das alles wissen?

Er (lacht wieder geübt und kopfschüttelnd, wie über eineköstliche Kinderei.):- Woher sollte ich? Aber du siehstdoch, dass ich es weiss. Und daraus willst du zu deinereigenen Unehre schliessen, dass du nicht recht siehst? Dasheisst doch wirklich alle Logik auf den Kopf stellen, wie mansie auf der Hohen Schulen lernt. Statt aus meiner Infor-miertheit zu folgern, dass ich nicht leibhaftig bin, soll-test du lieber schliessen, dass ich nicht nur leibhaftig, .sondernauch der bin, für den du mich die ganze Zeit schon hältst.

Ich: - Und für wen halte ich euch?

Er (höflich vorwurfsvoll): - Aber geh, das weisst du doch!Solltest dich auch nicht so verquanten, dass du tust, als obdu mich nicht schon lange erwartet hättest. Weisst dochso gut wie ich, dass unser Verhältnis denn doch einmal nacheiner Aussprache drängt. Wenn ich bin - und das gibst dunun, denke ich, zu, - so kann ich nur Einer sein. Meinstdu mit Wer ich bin«. Wie ich heisse? Aber du hast ja alldie skurrilen Necknämchen noch von der Hohen Schulen her imGedächtnis, von deinem ersten Studium her, als du noch nichtdie hl. Geschrift vor die Tür und unter die Bank gelegt hat-test. Hast sie alle am Schnürchen und magst darunter wählen,-ich habe ja fast nur solche, fast nur Necknämchen, mit denenman mir so zu reden, mit zwei Fingern unter dem Kinn spielt:

Das kommt von meiner kerndeutschen Popularität. Man lässt

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