Seelenlage scheint uns nicht mehr zu erlauben, eine verlore-ne Sache zu quittieren, bevor das Undenkbare sich verwirklicht.Gottlob liegen noch weite Strecken zwischen dem östlich an-dringenden Verderben und unseren heimatlichen Gefilden, undwir mögen bereit sein, an dieser Front vorerst manche krän-kende Einbusse hinzunehmen, um mit desto zäherer Kraft unsereneuropäischen Lebensraum gegen die westlichen Todfeinde deut-scher Ordnung zu verteidigen. Die Invasion unseres schönenSiziliens bewies alles andere, als dass auch ein Fussfassendes Feindes auf dem italienischen Haupt- und Festlande möglichsei. Unglücklicherweise hat es sich ermöglichen lassen, undvorige Woche ist in Neapel ein kommunistischer, den Alliiertenbehilflicher Austand ausgebrochen, der die Stadt nicht längerals einen deutscher Truppen würdigen Aufenthalt erscheinen liess,so dass wir sie, nach gewissenhafter Zerstörung der Biblio-thek und mit Hinterlassung einer Zeitbombe im Hauptpostamt,erhobenen Hauptes geräumt haben. Unterdessen spricht manvon Invasionsproben im Kanal, der mit Schiffen bedeckt seinsoll, und der Bürger fragt sich, gewiss unerlaubter Weise, obnicht, was in Italien geschah und weiter, die Halbinsel hinauf,geschehen mag, gegen allen vorgeschriebenen Glauben an dieUnverletzlichkeit der Feste Europa auch in Frankreich, oderwo sonst immer, geschehen kann.
Ja, Monsignore Hinterpförtner hat recht: wir sind verloren.
Will sagen: der Krieg ist verloren, aber das bedeutet mehr,
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als einen verlorenen Feldzug, es bedeutet tatsächlich, dasswir verloren sind, verloren unsere Sache und Seele, unserGlaube und unsere Geschichte. Es ist aus mit Deutschland,wird aus mit ihm sein, ein unnennbarer Zusammenbruch,, öko-nomisch, politisch, moralisch und geistig, kurz allumfassend,2eichnet sich ab, - ich will es nicht gewünscht haben, was droht,ienn es ist die Verzweiflung, ist der Wahnsinn. Ich will esnicht gewünscht haben, weil viel zu tief mein Mitleid, mein
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