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oft ihre Genugtuung in rassischem Selbstgefühl. Das Besonde-re seines Palles war nur, dass er auch die Deutschen nichtmochte, von ihrer völkergesellschaftlichen Inferiotät durch-drungen war und es nun wieder damit erklärte, dass er es ehernoch oder lieber gleich mit den Juden hielt. Diese ihrer-seits, die jüdischen Verlegersfrauen und Banquiersdamen,blickten mit der tiefgefühlten Bewunderung ihrer Rasse fürdeutsches Herrenblut und lange Beine zu ihm auf und genossenes sehr, ihn zu beschenken: die Sportstrümpfe, Gürtel, Sweaterund Halstücher, die er trug, waren meistens Geschenke undnicht immer ganz improvozierte. Denn wenn er eine Dame beimshopping begleitete, konnte er wohl auf einen Gegenstand wei-sen und sagen: "Nun, Geld würde ich dafür nicht geben. Höch-stens geschenkt würde ich’s nehmen.” Und er nahm es geschenkt,mit der Miene Eines, der ja gesagt hatte, dass er kein Gelddafür geben würde. Im Übrigen bewies er sich und anderen sei-ne Unabhängigkeit durch die grundsätzliche Weigerung, sichgefällig zu erweisen, - also dadurch, dass er, wenn man ihnbrauchte, bestimmt nicht zu haben war. Fehlte ein Tischherr,und bat man ihn, einzuspringen, so sagte er unfehlbar ab.Wünschte jemand, für eine Reise, einen vom Arzte vorgeschrie-benen Kuraufenthalt sich seiner angenehmen Gesellschaft zuversichern, so war seine Weigerung desto gewisser, je deutli-cher dem anderen an seiner Unterhaltung gelegen war. Sohatte er sich ja auch dem Ansinnen Adrians verweigert, ihm"Love’s labour lost" als Textbuch einzurichten. Dabei liebteer Adrian sehr, war ihm aufrichtig anhänglich, und diesernahm ihm das Versagen nicht übel, war überhaupt voller Duld-samkeit gegen seine Schwächen, über die ja auch Schildknappselber lachte, und viel zu dankbar für sein sympathischesGespräch, seine Vatergeschichten, seine englische Albernheit,als dass er ihm etwas hätte nachtragen mögen. Nie habe ichihn so viel lachen, und zwar Tränen lachen, sehen, wie beim
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