Hände zwischen den Knien, indem wir abwechselnd auf seine Hän-de und seinen Mund blickten. Das Charakteristikum des Satzesist ja das weite Auseinander von Bass und Diskant, von rechterund linker Hand, und ein Augenblick kommt, eine extremsteSituation, wo das arme Motiv einsam und verlassen über einemschwindelnd klaffenden Abgrund zu schweben scheint - ein Vor-gang bleicher Erhabenheit, dem alsbald ein ängstlich Sichklein machen, ein banges Erschrecken auf dem Fusse folgt,darüber gleichsam, dass so etwas geschehen konnte. Aber nochviel geschieht, bevor es zu Ende geht. Wenn es aber zu Endegeht und indem es zu Ende geht, begibt sich etwas nach sovielIngrimm, Persistenz, Versessenheit und Verstiegenheit in sei-ner Milde und Güte völlig Unerwartetes und Ergreifendes. Mitdem vielerfahrenen Motiv, das Abschied nimmt und dabei selbstganz und gar Abschied, zu einem Ruf und Winken des Abschiedswird, mit diesem d-g g geht eine leichte Veränderung vor, eserfährt eine kleine melodische Erweiterung. Hach einem anlau-tenden c nimmt es vor dem d ein cis auf, so dass es nun nichtmehr "Him-melsblau" oder "Wie-sengrund" , sondern "Q-du Him-melsblau", "Grü-ner Wiesengrund", "Leb* - mir ewig wohl" skan-diert; und dieses hinzukommende cis ist die rührendste, tröst-lichste, wehmütig versöhnlichste Handlung von der Welt. Esist wie ein schmerzlich liebevolles Streichen über das Haar,über die Wange, ein stiller, tiefer Blick ins Auge zum letztenMal. Es segnet das Objekt, die furchtbar umgetriebene Formungmit überwältigender Vermenschlichung, legt sie dem Hörer zumAbschied, zum ewigen Abschied so sanft ans Herz, dass ihm dieAugen übergehen. "Nun ver-giss der Quall" heisst es. "Grosswar - Gott in uns". "Alles - war nur Traum." "Bleib - mirhold gesinnt." Dann bricht es ab. Schnelle, harte Trioleneilen zu einer beliebigen Schlusswendung, mit der auch manchanderes Stück sich endigen könnte.
Xretzschmar kehrte danach gar nicht mehr vom Pianino zum
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