gebeichtet« 1 '
"MutterI" rief er.
"VaterI" rief sie. "Vater meiner Kinder, ewig geliebtesKindt"
Und sie umhalsten einander und weinten zusammen.
"Grigorss, du Aermstert" sagte sie, indem sie sein Haupt andas ihre drueckte. "Wie schonungslos musst du gebuesst haben,dass Gott dich so ueber uns Suender alle erhoehte."
"Davon nichts weiter", erwiderte er. "Meine Staette warfreilich die kahlste; des Himmels Gestirne aber und Wind undWetter boten viel Abwechslung, und zudem hatte Gotte mich tiefherabgesetzt, zum Murmeltier; da merkt man es nicht so sehr.
Aber, lieb-liebste Mutter - du - warst du denn garnicht erstaunt,im Papste den Sohn zu finden?"
"Ach, Grigorss", entgegnete sie, "diese Geschichte ist soextrem, dass darin das Erstaunlichste einen nicht mehr erstaunt.Aber wie hoch muessen wir Gottes Weisheit preisen, dass Er dich,befriedigt von deiner Herabsetzung, zum Papst erhob! Denn nunsteht es bei deiner Macht, den Graus zu loeschen, der immer nochfortwaehrt, und unsere Ehe zu scheiden. Bedenke, dass wir bisauf diesen Tag kristlich vermaehlt sind!"
"Ehrwuerdigste", sagte er, "wir wollen das Gott anheimgebenund es ihm ueberlassen, ob Er einem Teufelswerk, wie unsererEhe, Gueltigkeit beimessen will oder nicht* Mir staende es we-nig an, den ScheidungsSpruch zu sprechen und unser Verhaeltnisauf das von Mutter und Sohn zurueckzufuehren. Denn auch EuerSohn waere ich, alles recht erwogen, ja besser nicht."
"Was aber, Kind, koennen wir denn einander sein?"
"Bruder und Schwester", antwortete er, "in Liebe und Leid
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