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des Oktober, das Laub der kleinen Linden vergilbt,die den Marienkirchhof umstanden, um die mächtigengotischen Ecken und Winkel der Kirche pfiff derWind, und ein feiner, kalter Regen ging hernieder.Madame Buddenbrook, der Älteren, zuliebe, hattematt die doppelten Fenster schon eingesetzt.
Es war Tonnerstag, der Tag, an dem ordnungs-mäßig jede zweite Woche die Familie zusammen-kam; heute aber hatte man, außer den in der Stadtansässigen Familiengliedern, auch ein paar guteHausfreunde auf ein ganz einfaches Mittagbrot ge-beten, und man saß nun, gegen vier Uhr nach-mittags, in der sinkenden Dämmerung und erwartetedie Gäste . . .
Tie kleine Antonie hatte sich in ihrer Schlitten-fahrt durch den Großvater nicht stören lassen, son-dern hatte nur schmollend die immer ein bißchenhervorstehende Oberlippe noch weiter über die unteregeschoben. Jetzt war sie am Fuße des „Jerusalems-berges" angelangt; aber unfähig, der glatten Fahrtplötzlich Einhalt zu thun, schoß sie noch ein Stücküber das Ziel hinaus ...
„Amen," sagte sie, „ich weiß was, Großvater!"
„Mens! Sie weiß was!" rief der alte Herr undthat, als ob ihn die Neugier im ganzen Körper plage.„Hast du gehört, Mama? Sie weiß was! Kannnur denn niemand sagen ..."
„Wenn es ein warmer Schlag ist," sprach Tonyund nickte bei jedem Wort mit dem Kopfe, „so schlägt