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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
379
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Arbeiter brotlos gemacht und ganze Gegenden geschädigtwurden.

Genug! Wie es in dieser Zeit der Prüfung um dieordentlichen Einnahmen des Staates stand, ist hiermitgekennzeichnet. Die schleichende Krise, das von einemWirtschaftsjahr in das andere geschleppte Defizit wardurch Notstand, durch die Feindseligkeit der Elementeund Steuerausfall brennend, war schreiend geworden, undbei der ratlosen Umschau nach Heilmitteln, — nach Linde-rungsMitteln offenbarte sich dem blödesten Blick derganze Jammer unserer Finanzgebarung. An die Be-willigung neuer Abgaben war nicht einmal zu denken.Steueruntiichtig von Natur, war das Land in diesemAugenblick erschöpft, seine Steuerkraft erlahmt, und dieKrittler behaupteten, daß auf dem Lande der Anblickunterernährter Gestalten immer häufiger werde, woranerstens die empörenden Verzehrungssteuern und zweitensdie unmittelbaren Steuerlasten die Schuld trügen, welchebekanntlich den Viehbesitzer zwängen, alle Vollmilch zuGelde zu machen. Was aber jenes andere, minder sitt-liche, doch verlockend bequeme Hilfsmittel gegen Geld-mangel betrifft, welches die Finanzwissenschaft kennt,nämlich die Anleihe, so war die Stunde gekommen, woeine mißbräuchliche und leichtfertige Ausnutzung diesesMittels sich bitter zu rächen begann.

Nachdem man die Schuldentilgung eine Weile aufungeschickte und verlustbringende Weise betrieben, hatteman sie unter Albrecht II. so gut wie ganz unterlassen,hatte die klaffenden Löcher im Etat mit neuen Anleihenund Schatzscheinen notdürftig gestopft und sah sich er-