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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
234
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Tages. Man schläft viel, man lungert mit dumpfemKopfe umher. Ja, es ist nicht selten ein Hundeleben ..."

Jemand pochte ganz leise von außen'an die weißlackierteTür. Es war Neumanns Zeichen, daß es hohe Zeit fürKlaus Heinrich sei, sich umkleiden und frisch instand setzenzu lassen. Denn es war Cercle-Konzert heut Abend imAlten Schloß.

Klaus Heinrich stand auf. „Ich habe mich ver-plaudert", sagte er; denn das war die Wendling, derener sich in solchen Augenblicken bediente. Und dann ver-abschiedete er Herrn Martini, wünschte ihm guten Erfolgin stiller poetischen Laufbahn und begleitete den ehrerbietigenRückzug des Dichters mit Lächeln und jener ein wenigtheatralischen, gnädig grüßenden Handbewegung von obennach unten, die nicht immer gleichmäßig schön gelang,aber in der er es zu hoher Vollendung gebracht hatte.

Dies war des Prinzen Unterredung mit Axel Martini,dem Verfasser von „Evoö!" und „Das heilige Leben".Sie machte ihm Gedanken, hörte bei ihrem Abschluß nichtauf, ihn zu beschäftigen. Noch während er sich von Neu-mann den Scheitel erneuern lind den blinkenden Gala-rock mit den Sternen anlegen ließ, noch während desCercle-Konzertes bei Hofe, ja mehrere Tage noch nachherdachte er darüber nach und suchte des Dichters Äuße-rungen mit deil übrigen Erfahrungen in Zusammenhangzu bringen, die das Leben ihm gewährt hatte.

Dieser Herr Martini, der, während ihm die ungesundeRöte über den Wangenhöhlen glomm, beständig rief:„Wie ist das Leben so stark lind schön!", jedoch um zehnUhr vorsichtig zu Bette ging, sich aus hygienischen