die Sieger vorführen, um sie „in ein Gespräch zu ziehen".Die kühnen und wohlgebauten jungen Männer standenlinkisch vor ihm, nachdem sie soeben noch die gewaltigstenTaten vollbracht, und Klaus Heinrich verwendete raschhintereinander ein paar Fachausdrücke, deren er sich vonHerrn Zotte her erinnerte und die er mit großer Geläufig-keit aussprach, indem er seine linke Hand verbarg.
Er fuhr zum Fünfhausener Fischertage, er wohnte aufseiner mit rotem Stoff ausgeschlagenen Ehrentribüne denPferderennen bei Grimmburg an und nahm die Preis-verteilung vor, Er führte auch das Ehrenpräsidium undProtektorat beim Bundesschützenfest; er besuchte dasPreisschießen der großherzoglich privilegierten Schützen-gesellschaft. Er „sprach", wie es im Berichte des „Eil-boten" hieß, „dem Willkommtrunke wacker zu", indemec nämlich den silbernen Pokal einen Augenblick an dieLippen hielt und ihn dann mit geschlossenen Absätzengegen die Schützen hob. Er gab hierauf mehrere Schüsseauf die Ehrenscheibe ab, von denen in den Berichten nichtgesagt war, wohin sie getroffen hatten, pflog später mitdrei allfeinander folgenden Männern ein und dieselbeUnterredung über die Vorzüge des Schützenwesens, dieim „Eilboten" als „gemütliche Aussprache" gekennzeichnetwar, und verabschiedete sich endlich mit einem herzlichen„Gut Glück!", das unbeschreiblichen Jubel hervorrief.Diese Grußformel hatte ihm Generaladjutant von Hühne-mann, nachdem er Erkundigungen eingezogen, im letztenAugenblick zugeflüstert; denn natürlich hätte es störendgewirkt, hätte die schöne Täuschung der Sachkenntnis undernsten Vorliebe aufgehoben, wenn Klaus Heinrich zu den
rv-
14