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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
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Hauses. Es war eine sprunghafte Plauderei, die miteiner Kunstbetrachtung anhob, zu finanziellen und öko-nomischen Fragen überging, eines hohen Hofbeamten inziemlich abfälligem Sinne gedachte und sich auch mit denPersonen der allerhöchsten Herrschaften beschäftigte. Siebegann, als die Herren, die Hände mit ihren Hüten aufdem Rücken, vor einem der Gemälde im Großen Ban-kettsaal standen, und beide dachten mehr dabei, als sieaussprachen. Der Finanzminister sagte: „Und dies?Was ist dies? Was passiert da? Exzellenz sind so orien-tiert ..."

„Oberflächlich. Es ist die Belehnung zweier jugend-licher Prinzen des Hauses durch ihren Oheim, den römi-schen Kaiser. Exzellenz sehen da die beiden jungen Herrenknieen und in großer Zeremonie ihren Eid auf dasSchwert des Kaisers leisten . . ."

„Schön, ungewöhnlich schön! Welche Farben! Blen-dend. Was für reizende goldene Locken die Prinzenhaben! Und der Kaiser ... es ist der Kaiser wie er imBuche steht! Ja, dieser Lindemann verdient die Aus-zeichnungen, die ihm zuteil geworden sind."

„Durchaus. Die ihm zuteil geworden sind; die ver-dient er."

vr. von Schröder, ein langer Mann mit weißemBart, einer zart gebauten goldenen Brille auf der weißenNase, einem kleinen Bauch, der sich unvermittelt unterdem Magen erhob, und einem Wulstnacken, der den ge-stickten Stehkragen seines Fracks überquoll, blickte, ohnedie Augen von dem Bilde zu wenden, ein wenig zweifel-haft drein, von einem Mißtrauen berührt, das ihn zuzeiten

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