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Ausgewählte Urkunden zur Württembergischen Geschichte
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vertrag und dardurch eingefüerter afterlehenschaft zu ainem Öster-reichischen afterlehen zu empfahen, sondern vilniehr sich für befuegtgeachtet bey uns als regierendem römischen kaiser umb genedigstebelehnung ermclter hertzogthumb (wie für einklnunmener afrerlehen-5 Schaft von unsern hochlöblichisten vorfaren am heiligen reich gegenweilendt hertzog Eberhardten dem eitern und hertzog Ulrichen zuWürttemberg bescheben) allerunderthenigist antzusuechen, inmassenuns dann S. L. in aigner person, under dem anno etc. vierund-neüntzig zu Regcnspurg gehaltenem reichstag desshalben ain sonder-

10 bare supplieation übergeben; dagegen aber wir die sach dahin garnicht verstehen khünnen, sondern vilmehr darfür gehalten, dasangeregte beede vertrag, sovil sonderlich die darinnen eingefürteafterlehenschaft berüeren thuet, nochmals bey ihrer ungeschweclitenwürkblicbait bestendig verbleiben und das derwegen S. L. der

1;) bertzog mit emphahung des afterlehens denselben unverwaigertevolge zu tbuen verbunden sey; und doch aber wir nichts desto"weniger die güctlichhait, aus diser sach zu khmnben, so wol alsS. L. der hertzog, uns nit zuwider sein lassen, damit zwischenbeeden heüsern, die numehr lang hergebrachte vertrewlichhait,

2(1 freund- und gnette nachbarsebaft fürohin gleichergestalt continuirt,besterkht und fortgepfiantzt werden möchte, das demnach, nachlang zu beederseits gepflogener traetation und auf gehaltene genueg-sambe deliberation und erwögung, wir uns mit S. L. und dieselbigesich mit uns wolbedächtlich in der güete dits orts verainigt und

25 verglichen wie von punet zu punet hernach volgt.

Als nemblich haben wir anfangs zuegesagt, für uns und alledie ertzhertzogen zu Osterreich und dero gantze posteritet, uns hie-mit aller sprüch und forderung der afterlehenschaft zu begeben,uns auch ainicher belchnungsgcreehtigkait bey den hertzogthumben

au Wirttemberg und Tegckh hinfüro in ainichen weg nicht antzumassen,sondern S. L. der ietzt regierende hertzog Friderich, dessen m'än-liche leibs erben und derselben posteritet, so lang immer hertzogenvon Wirttemberg im leben sein werden, sollen solche hertzogthumballain von uns als regierendem und unsern am heiligen reich nach-

° 5 khomenden römischen kaisern und künigen zu ainem rechten fürst-lichen reichslehen (nach inhalt berüerter hertzogthumb erectionund darauf gevolgten ersten investitur) ohne alle Verhinderung zuemphahen befuegt sein.

Dagegen so haben wir uns und unsern gantzen löblichen

0 haus Österreich ingemain, das ist denen von beeden herrn gebrüedern