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Ausgewählte Urkunden zur Württembergischen Geschichte
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standen und zugleich der andern also auch diserhalb die deputierteober diser Ordnung- halten und, das deren von den praeceptoribusgelebt und nachgesetzt, mit ernst darob sein sollen. Wa aber alleinteütsch gelert und gelernt, da sollen die pfarrher selbiger orten die5 superattendenten sein, auch allwegen in acht oder vierzehen tagenunversehens, doch zu gelegner zeit, sich in die schul verfügen,sehen und acht nemen, wie sich der Schulmeister gegen den schiü-jungen mit leer und disciplin halte, auch selber etliche darunderim catechismo, bücbstaben, syllabiern, lesen, auch schreiben exami-

10 nieren, damit er erkündigen mög, ob der Schulmeister rleissig undwas er frucht bey den kindern schaffe; desgleichen in der kirchenbey dem gesang, auch catechismo aufmerckens haben, ob derSchulmeister die kinder fleissig darzü füre, und was er für feelund m'ängel befende, jedesmals dieselben understehn abzustellen;

15 wa es dann nit verfallen wölt, solliches mit allen guten umbstendenunsern spezialn zu zeit irer Visitation anzeigen oder schriftlichenzustellen, damit sollichs volgends unser superintendentz nach fernersgelangt und gebürlichs, zeitlichs einsehens bescliehen möge, wiedann wir darvon in anderweg fernere Verordnung und bevelch thon.

^ Von der teutschen schreiberey und rechenschülern.

Dieweil an guten handschreibern und rechnern bey unserlandschaft, stetten und stattschreibereien nit kleiner mangcl unddannocht und dem gemeinen nutz, auch guter haushaltung nit wenigdaran gelegen sein will, demnach so verordnen und wollen wir,

2 & das von unsern verordneten räthen drey fromme, christeliche, gots-eiferigc, teütsche Schulmeister, die von der band gute modisten*)und Schreiber, auch mit der feder und auf der linien rechnen zulehren geschikt und fleissig seien, verordnet werden sollen, nämlichden einen gehn Stüttgarten, den andern gehn Tübingen und den

80 dritten gehn Urach, an disen orten ire schulen mit guter Ordnung,die inen hierumb zugestelt und gegeben solle werden, anrichten.Und damit man dester geschickter solliche menner alhin bringenund bass erhalten möge, so wollen wir zulassen, das ir jedem jarsausser dem gemeinen kirchenkasten ein steür, neben dem verord-

5 neten schülgclt gereicht und auch hieneben bey gemeltcn disen

stetten, inen behausungen einzügeben, angehalten werden.

Der letzte Abschnitt gehört nicht zu der Schulordnung selbst, sondernsteht vor dem über die Stadtschreiber.

') Privatlehrer im Lesen, Schreiben und Rechnen.