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kirchengesang gewönen, desselben underrichten und mit inen üben,und zu etlichen tagen in der wochen nach gelegenheit auf eingewisse zeit, inen ein stuck nach dem andern ausser dem teütschenCision 1 ) fürgeben und sie desselbigen underrichten.• r ) Zucht.
Die Schulmeister sollen von iren Schulkindern nit leiden odergedulden gottslesterung, schandliche, leichtfertige reden, vil wenigerergerliche Sachen und handlungen; die Ordnung auch under denhindern halten, damit sie samentlicli zu der zeit, wann der catechis-
10 nius in der kirchen geleert, vor dem zftsamenleüten alle in derschul erscheinen und samentlicli von dem Schulmeister zur kirchengefürt werden; auch darob halten, das sie darin bleiben und demfleissig zühörn; darzü jedes mal darvor etliche par bestimmen,wölehe denselben in der kirchen aufsagen; desgleichen ermanen,
15 auf die auslegung des catechismi ir fleissigs aufmerekens zfi haben,damit sie. ime hernach etwas daraus erzelen künden, wie er dannnach end der predig sie daraus fragen und examinieren soll.
Mit den knaben aber sollen sie das kirchengesang, auf massbey einer jeden schul verordnet, verrichten; auch vor mittag vor
20 dein auslassen, wann sie heim zu tisch sollen gehn, das gebet mitinen halten und sonderlich die fürnemste stuck des christlichenglaubens, das vater unser, den glauben und die zehen gebot auf-sagen und erzelen lassen; inen gar nit gestatten, in der schul zuvagiern, umbzulaufen oder one ir erlauben heimzügehn, sonder
25 darob sein, das sie jeder stund zu rechter zeit kommen und biszum gemeinen auslassen verharren, auch ob iren tafeln oder büchlinstill sitzen. Derhalben er inen kein geschroy oder geschwätz gestatten,sonder bey inen abhalten soll; und nach dem auslassen die Ver-ordnung thttn und desshalb heimliche aufmereker under inen be-
3( J stellen, damit sie stracks, auch züchtiglich heimgangen und inenkein unvveis, so er die erfüre, nachgeben; also auch mit ernst sieanhalten, miteinander fridlich und scliidlich zu sein und gegeneinander sich alles verspottens, schmähens und Widerwillens zuenthalten, die überfarenden der gebür nach strafen; dergleichen
35 nit ungestraft hingeen lassen, da eines dem andern ichtzit neme,zerbreche oder verwüste, und in müglich weg fleiss fürwenden,das sie sich gottsförchtig, züchtig, erbar, fridlich, scliidlich undfromm halten und erweisen.
') Ursprünglich lateinische Merkverse über den kirchlichen Kalender.
Württ. Goschichtsqnelloi) XI. 8