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Ausgewählte Urkunden zur Württembergischen Geschichte
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104
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Johans Friderich hertzog zu Sachsen, des hayligen römischen reichsertzmarschalh und churfürst, landgraf in Doringen und marggrafzu Meyssen und tliuen kunt hiemit vor uns, alle unsere mitver-wanten in der religion und der wahlsachen, auch in sonderlichervohnacht hertzog- Ulrichs von Wirttembergs und lantgraf Philipps Szu Hessen etc., das wir alle diso obbcscliriebene avtickel mit irenanhengen vor uns selbst und dieselben unsere mitverwandten undvolmechtigern bewilligt, belibt und angenohmen, auch den römischenkunig alsbald daruf vor uns und die initbesebribcnen der Sachenverwantten erkant haben, inniassen wir denselben hiemit vor röini- 10schein kunig- mit der beschaydenheit, wie der vorbcineltc artickelsich anfallende „Und im fall aber" etc. inhelt und vermag-, erkennenund ehren; gereden auch und geloben, bey unsern fürstlichentrawen und waren Worten, allen denselben artickeln, wie die hir-oben vertragen sein, unverbrüchliche volge zu thuen auch daranc 15zu sein, das dem also durch alle obbcrürten Sachen mitverwanttenunverbrüchlich vervolgt und gelebt sol werden.

Und nachdem diese nachgeschrieben artickel durch uns diehendeler in dieser Sachen auch vorgeschlagen und in handlungegewest sein, nemlich damit das krigsfolck, so Wirttembergk und 20Hessen itzo beyeynander haben, sovil bass getrennt wurde, dasbayde irc libden der königlichen inaiestat einen anschcnlichenrewther dienst thun solten der gestalt, das sie in irer maiestat,nahinen fünfhundert geruster pferde und droy tausent guther knechtmit nottorftigcni geschutz itzo alsbald vor Monster 1 ) schicken, die- 25selbige stadt innahmen und auf bcvchl der königlichen maiestatdem bischove erobern helfen, und das dieselben reuther und knechtder königlichen maiestat verwant sein und sich derselben bcvehlshalten sollen; und ob es die nottorft vor Monster erfordern wurde,also das die Stadt vor der zeit nit erobert, uf drey monat lang 30auf derselben bayder fursten kosten und darlegen versohlet undanderhalten wurden.

Item nachdem auch die königliche maiestat an dem schlösseHohentweil im Ilegaw gelegen vormals tayl hat, das gegen dervilfaltigen irer inaiestat gnedigen nachlassungen, so sie dem hert- 3 5zogen von Wirttembergk in dieser handlunge gethan, die uberigeuhertzog Ulrichs tayl darane mit aller zugehcrungen erblich verfolgen

') Das von den Wiedertäufern besetzte Münster, gegen das die ausbe-dungenc Hilfe übrigens nicht geleistet wurde.