89
nachmals die landsteuer zu ablosung der zins und guten, damitdas fürstenihumb beswert ist, und nit anders waliin trewlich zuwenden und zu keren und dernlialb alle jar gemeltem bertzogUlrichen und der landscbaft ufricbtlicb redlich rechnung zu tand.
5 Und hieruf soll hertzog Ulrich US sondern gnaden, die er zu sinerlandscbaft tregt, den landschaden, so bisher im gebrucb gewesen,yetzo abthun und nachlassen, also das der binfüro nit mer begertwerden oder sein soll. Doch das dise'nachlassung des landschadensund die bezalung der ersten zway und zwaintzig tusend guldin
10 ains mit dem andern zugeen und besehenen.
Der houptkrieg halben, so die zu rettung land, leut und sinerherzog Ulrichs verwandten, zu handhabung siner ober- und her-Ücheit, ouch gerechtigkait, hilf und haltung siner aynung bisherangenomen und beschlossen, und der ihenen, so er fürter seins
!5 gefallene dem fürstenthumb zu gut annemen und thun mag, für-genomen wölten werden, so soll das geschehen mit rat und wissengemeiner landscbaft. Würde aber hertzog Ulrich usserhalb derobgemelten stück ainich krieg fürnemen und jemand us freund-schaft oder sunst fürschuh oder hilf thun, so soll dasselbig ge-
20 schehen mit rat, wissen und willen gemainer landscbaft, soveranders hertzog Ulrich von inen hilf haben wölt. Und sol in allenstücken hertzog Ulrich wie sine voreitern die liferung geben, des-glychen die landscbaft mit iren lyben, fürung und anderm dienen,wie von alter herkomen und by hertzog Ulrichs voreitern ouch
26 geschehen ist, alles ungevarlicb.
Und ob ain landskrieg obgemelter mass angenomen und manhilf darzu thun müste, das dann dieselbig zyt dise yetzige an-genomne hilf ainen stillstand haben soll, doch unabbrüchlich disemzusagen bis zu end der kriegsbilf. Dergestalt soll es ouch gehalten
30 werden, wa ein regierender fürst, das got verhüt, gefangen würde,u «d soll die landschafft alsdann zu erledigung irs regierendenlandsfürsten treuwlich helfen und soliche hilf mit irem rat undWissen fürgenoinen werden, wie dann by bertzog Ulrichs voreiterngeschehen ist.
35 Damit ouch der gemain man den last so viel lydenlicher und
williger tragen, so soll inen hertzog Ulrich ainen fryen zug gnedig-lich vergönden und zulassen, doch also das in den nesten fünfjaren niemands von der landschaft us dem land ziehen. Wollt aberjeniands in solcher zyte sine kind us solichem verhyraten, der soll
40 des macht haben mit abzug des zehenden pfennings aller hab, die