Druckschrift 
Ausgewählte Urkunden zur Württembergischen Geschichte
Entstehung
Seite
56
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

56

kommen möcht, davor got der allmechtig sin und uwer gnad undsi mit sölichcr vernunfft und wisshcit begnaden und erlüchten wöll,damit das also gehandelt und fürgenommen werde, das es sinerallmechtikcit lob und er geber und uwer gnaden, der erbern ritter-schaft, den prelaten und unss armen von der lanntscliafft nützlich 5wesen, beliben und uffcnthalt. Und wir bitten oueli uwer gnadund uwer gnaden ratt sölielis von uns im besten, als das beschicht,zu vermereken und dise unser aint'eltige mainung bass zu gründenund zu versten dann wir das usslegcn und setzen mögen. Dannwas wir zu f'ürkomniung diser ding guotes getan und fiirneincn 10möchten, darinn wolten wir unser üb und guot nach unserm ver-mögen nit sparen sonder volkoinmenlich darstrecken als wir erkennenschuldig sin.

Aus diesem Anbringen ergibt sieh, dass damals schon der Graf an denRat von Kittem, Prälaten und Landschaft gebunden war, dass aber die Land- 15schaft ihre Beiziehung noch als Last empfand.

20. Kaiserlicher Freiheitsbrief, bei Cann statt eine

Zo 11 stä11e zu errichten.

1465 September 4.

Nach dem Original im Kgl. Staatsarchiv zu Stuttgart. — Abdruck: Sattler III, 20

Beil. 36.

Wir Friderich von gottes gnaden römischer keyser zu allenzeiten merer des reichs, zu Hungern, Dalinatien, Croaticn etc. kimig,hertzog zu Oesterrcicb, zu Steyr, zu Kerndtcn und zu Crain, herreauf der Windischen Marcli und zu Portcnaw, grave zu Habspurg, 25zu Tirol, zu Phyrt und zu Kyburg, marggrave zu ßurgaw undlandgrave in Elsass, bekennen und tun kirnt offcnlich mit diseinbrief allen den, die in sehen oder hören lesen, daz wir gütlichangeseben und betrachtet haben die getrewen annemen und nutz-lichen dinste, die uns und dem heiligen reiche der wolgeborn Ulrich 30grave zu Wirttembcrg unser swager und des reichs lieber getreweroft und dick, williclich, unverdrossenlich und sonder in unsern unddes reichs gescheften und notdurften als unser und des reichsliauptman mit seinem mcrcklichcn darlegen, auch costen und schaden,so er desshalben getan und gelitten hat, teglich tut und hinfür in 35künftigen zeiten wol t.un sol und mag, und haben darumb demvorgenanten Ulrichen graven zu Wirttemberg in seines darlegensund costens zu ergetzen, auch umb seiner fleissigen bete willen mitwolbedachtem mute, gutem rate und rechter wissen und von sondern