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Swas aber von tauffen, von bewaren, von bihtigen, vonölen oder von hüaiten gevcllet, das sol dem probest beliben.
Wir wellen auch und sezzen, es si der probest, die corherrenoder die vicarien, swcllicr der Imse oder liof hat oder gewinnet,swenne der abgat, das sol dem beliben, dem des prründe wirf. 5
Dis alles das vorgeschriben ist und swas ander guter gesetzdeund gewonheit in der gestift ist und wirt, sol der probest, die cor-herren und die vicarien oder die pfründener, die iezünt sint oderswenne si niuwcs werdent genomen, swern zu den baiigen ze be-halten ane alle geverdc. 10
Und das alles das, das bievor gesebriben ist, ewielicben stäfbelibe und von uns und unsern nabkoiuen stat behalten werde,so haben wir disen brief gevestnet und besigelt mit unserm undmit unsers suncs graven Ulrichs und graven Ulrichs uirsers sunessun insigcln, die es aueli zu den baiigen gesworn bant ze stät 15haben, swas wir mit der gestift sezzen und ordenen.
Wir die jetzünt genenten grave Ulrich und grave Ulrich vonWirtenberg verieben desselben als es vorgeschriben ist und ze einerbestättigunge und vestinunge, das es von uns nimmer gebrochenwerde, so haben wir auch unseriu insigel gebenket an disen briet'. 20
Dis geschah und wart dirr brief gegeben ze Stügarten ansant Paules tag als er bekert wart, do man zalt von Cbristes ge-bürt driuzehenhundert jar und in dem eins und zwainzigesten jar.
Das württembergische Erbbegräbnis in Beutelsbach war im Kriege Eber-hards mit König Heinrieh Vit. 1311—1312 von den Reichsstädten zerstört 25worden; die Verlegung nach Stuttgart beförderte dessen Entwicklung zurHauptstadt.
6. Kaiserlicher Freiheitsbrief für die Stadt Cannstatt.
1330 Dezember 11.
Nach dein Original im Kgl. Staatsarchiv zu Stuttgart. — Abdruck: Sattler I, Beil. 74. 30
Wir Ludwig von gots gnaden romischer cheyser zu allenziten merer dez riebs verjeben offenbar an disem brief, daz wirdurch besunder gnade und gunst, so wir haben zu dem edelnmanne Ulrich graven zu Wirtenberg unserm lieben landvogt inElsazzen 1 ) im gefried haben und öch chatten und frigen von 35
') Diese Würde bekleidete" Graf Ulrich III., der 1324 die elsäseischenHerrschaften Horburg und Reichenweier seinem Hause erworben hatte, nurkurze Zeit.