Milch 3 Proc. Butterfett. Der geringste Fettgehalt der normalen Kuhmilchbeträgt 2,5 Proc., der höchste 5 Proc.
Bei einer Prüfung der Milch ex tempore,welche in wenigen Minuten zu Endegeführt werden soll, ist es wesentlich, umein richtiges Urtheil über eine reine oder einemit Wasser verdünnte Milch zu erlangen, so-wohl eine aräometrische und eine optischePrüfung auszuführen. Die Unsicherheiten,welche die eine und die andere Prü-fung darbieten, gleichen sich gegen-seitig gewissermaassen aus.
Bestimmung der Summe der festen undbei 100° C. nicht flüchtigen Bestandteile derMilch. Man dampft in einem tarirten Glas-schälchen mit flachem Boden und perpendicu-lärer Wandung in der Wärme des Wasserbades20,0 Milch auf ein halbes Volumen ein, ver-setzt mit 10,0 getrocknetem Barytsulfat odergewaschenem getrocknetem Sande, setzt dasAbdampfen in derselben Wärme unter Um-rühren mit einem Glasstäbchen fort und trocknetden bröcklichen Rückstand aueh in dieser Wärmeim Verlaufe von 12 Stunden aus. Bei guterKuhmilch beträgt der Verdampfungsrückstand(nach Abzug des Sand- oder Barytsulfatquan-tums) nicht unter 12 Proc. und kann bei sehrguter Milch bis auf ] 8 Proc. hinaufgehen.
Notizen in Betreff der chemischenUntersuchung der Kuhmilch und der conden-sirten lileli von Heinrich Brunner . Für prak-tische Fälle genügt die Bestimmung der Trocken-substanz, des Fettes und des Milchzuckers. Dasaus einer Fett- und Aschenbestimmung gefällteUrtheil dürfte nicht zutreffend sein, wird jedochgleichzeitig der Milchzucker bestimmt, so kannman getrost ein Urtheil abgeben, besondersdarüber: ob Wasserzusatz stattgefunden hatoder nicht. In der Bestimmung des Milchzuckers mittelst kalischer Kupfer-lösung haben wir eine einfache und schnell auszuführende Methode. DieMenge des Milchzuckers wird, unter normalen Verhältnissen, kaum unter3,6 — 4 Proc. herabsinken, ein wesentlich geringerer Gehalt lässt auf Ver-dünnung schliessen.
Die Fettbestimmung für praktische Falle nach Brunner's Angabe,erfordert eine feine, analytische Waage und einige technische Fertigkeit. —Man wägt genau 0,3 bis höchstens 0,4 Gm. Milch in einer Platinschale abund erhitzt nun, dieselbe mit einer Zange haltend, unter fortwährendem Um-schwenken (so dass die Milch möglichst gleichmässig über die Wandung derSchale ausgebreitet ist), bis zur Erzeugung einer hell-bernsteingelben Uautüber einer ganz kleinen Weingeist- oder Gasflamme, welche von der Schale
Fig. 344. FESER'sches Lactostop.
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(Suppl.) Lac.