Druckschrift 
2 (1878)
Entstehung
Seite
1336
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Cinnamomum.

Tinctura anticholerica Schaefer.

Schäfer's Choleratropfen.

Vf Tincturae aromaticae 50,0

Mixturae oleoso-balsamicae 10,0Aetheris aeetici 5,0Olei Calami guttaa 5.M. D. S. Halbstündlich 20 Tropfen.

Coniurn maculatum Linn.

Fructus Conii, Semen Conii, Schierlingssamen, die nicht völlig reifen ge-trockneten Früchte. Sie sind kalil, braungrün, eiförmig, circa 3 Mm. laug,von der Seite zusammengedrückt, gekrönt mit einem gekerbten Kelchrandeund einem flachen, 2lappigen, wellen randigen Griffelfuss nebst 2 kurzenabstehenden Griffeln. Jede Theilfrucht ist mit 5 stark hervorspringenden,wellig gekerbten (an der reifen Frucht wellenrandigen) Rippen versehen,welche hellfarbiger sind als die runzlig-gestreiften Furchen. Der Quer-schnitt zeigt ein nierenförmiges Sameneiweiss. Die getrockneten Früchte sindfast geruchlos, aber von widrigem, jedoch nur schwach bitterem Geschmack.

Beim Befeuchten mit Aetzalkalilauge entwickeln die Schierlingsfrüchteeinen Geruch nach Mäuseharn.

Einsammlung und Aufbewahrung. Die Zeit, in welcher die Schierlings-samen vor der Reife einzusammeln sind, ist in Jahrgängen mit gewöhnlichemWitterungsverlauf die zweite Hälfte des Augusts. Die Samen werden imSchatten getrocknet und ganz und auch als feines Pulver in der Reihe derstark wirkenden Arzneikörper aufbewahrt.

Verwechselungen werden angegeben mit den Früchten: von Cicutacirosa L., Aethusa Cynapium L. und Petroselinum sativum Hoffm ., obgleichkaum eine Aehnlichkeit derselben mit dem Schierlingssamen vorhanden ist undsie daher leicht erkannt werden können.

Die Abbildung des Schierlingssamens befindet sich im I. Bande, S. 943.

Bestandteile. Die Schierlingssamen enthalten nach Trapp ein dem OleumOumini ähnliches flüchtiges Oel, fettes Oel etc. WirksameBestandtheile sindConiin,

1336 (Suppl.) Cinchonidinum. CiiiDamomum. Fructus Conii.

Saccharola antipyretica infantum.

Kinderbrüdtclien. Beruhigungsbrödtchen.

Cinchonidini tannici 10,0Sacchari albi pulverati 100,0Acidi tannici 0,5Tragacanthae 2,5Glycerinae 8,0Aquae Aurantii florum q. s.

M. Fiant saccharola centum (100). Singula contineant 0,1 Cinchonidini tannici.

Man giebt bis zu einem Jahre alten Kindern 12stiindlich ein Stück, 24 Jahrenalten Kindern anfangs halbstündlich, bei bemerkbarer Besserung 1 2stündlich,später 3stündlich ein Stück, älteren Kindern ebenso, jedesmal 2 Stück. FehltLeibesöflnung, so ist gleichzeitig Rhabarber zu geben.