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2 (1878)
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1171
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Uranium. Urea.

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von Mangan, Eisen, Kalk, Magnesia, Arsen befreit, hierauf mit Kohle gemischt,geröstet, das Rostgut wieder mit Salzsäure behandelt, dann nochmals geröstet,nun in Salpetersäure gelöst, das Filtrat zur Trockne eingedampft, mit Wasserlängere Zeit digerirt, hierauf filtrirt, das Filtrat mit Schwefligsäure versetztund mit Schwefelwasserstoff ausgefällt. Die vom Niederschlage gesonderteFlüssigkeit wird zur Krystallisation gebracht und das Salz durch Umkrystalli-siren gereinigt. Nach Pkugot wird das gepulverte Erz mit Salpetersäureübergössen, zur Trockne eingedampft, der Rückstand mit Wasser behandeltund die Lösung durch Abdampfen in Krystalle gebracht, welche durch Um-krystallisiren oder Lösen in Aether gereinigt werden. Man gewinnt auch einreines Urannitrat, wenn man aus der unreinen Nitratlösung das Uran mitOxalsäure fällt, das Oxalat auswäscht, trocknet, glüht, das zurückbleibendeUranooxyd mit Salpetersäure behandelt etc.

Eigenschaften. Urannitrat bildet gelbe, im auffallenden Licht grünlichschillernde, klinorrhombische Krystalle, welche an der Luft oberflächlich ver-wittern, erhitzt in ihrem Krystallwasser schmelzen, weiter erhitzt Salpetersäureverlieren und zuerst in Uranioxyd, dann in Uranouranioxyd übergehen. Siesind in Wasser, Weingeist und Aether löslich.

Aufbewahrung. In dicht geschlossenem Glasgefäss vor Tageslicht ge-schützt, welches zersetzend auf das Salz einwirkt, und in der Reihe der starkwirkenden Arzneikörper.

Anwendung. Das Urannitrat wurde von Kennedy als ein Mittel gegenDiabetes mellitus empfohlen und zu 0,010,02 dreimal täglich gegeben.Die stärkste Einzelngabe wäre zu 0,1, die stärkste Gesammtgabe auf den Tagzu 0,5 anzunehmen.

Das Urannitrat wird in der chemischen Analyse, der Photographie, Por-cellanmalerei und zur Darstellung verschiedener Farben gebraucht. Es iststets mit Vorsicht abzugeben.

Uranoxyd des Handels ist Uranioxydammon, Ammonuranat. Esdient in der Porcellanmalerei. Unter der Glasur färbt es durch Uebergangin Uranouranioxyd schwarz, auf der Glasur aber gelb. Es unterscheidet sichvom Urangelb dadurch, dass es beim Glühen in grünes Uranouranioxyd übergeht.

Urailgclb des Handels ist Uranioxydnatron oder Natronuranat.Man unterscheidet ein hochgelbes (wasserhaltiges) und ein orangegelbes. Esdient zur Darstellung des gelblichgrünen opalisirenden Uranglases und in derPorcellanmalerei. Es ist genügend rein, wenn es an Wasser höchst weniglösliches abgiebt, es sich in verdünnter Salpetersäure vollständig löst und dieLösung mit einem Ueberschuss Natroncarbonat gekocht keinen oder dochnur einen Niederschlag liefert, welcher in Natroncarbonatlösung löslich ist.

Urea.

Urea, Ureum, Harnstoff, Carbamid, Carbonyldiamid (C 2 N 2 H 4 0 2 oder CH 4 N 2 0oder C0[NH,] 2 =60).

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