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2 (1878)
Place and Date of Creation
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Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

Fig. 293. Querdurch^clmitt einer dickeren Turpitliwurzel.

bestellende Korkschicht, eine aus unregelmässig geordneten mit Stärkemehl-körnern und Kalkoxalatkrystallrosetten gefüllten Zellen bestehende Parenchym-schicht, hier und da durchbrochen durch in einen ungeregelten Kreis gestellterpolyedrisclier Bastzellengruppen und gegen die Cambialschicht durchsäet vonZellen,welche mit einem gelblichen llarze angefüllt sind. Die Wurzel ist ohne be-sonderen Geruch, der Geschmack ist anfangs fade, hintennach widerlich kratzend.

Man hüte sich vor Unterschiebung der giftigen Radix Turpethi spurii,der Wurzel von Thapsia Garganica L. (vergl. unter Thapsia), deren Er-kennung eben nicht schwierig ist.

Bestandteile. Circa 0,2 Proc. in Aether lösliches, 4 Proc. in Weingeistlösliches, in Aether nicht lösliches Harz (Turpethin), etwas flüchtiges Oel,gelber Farbstoff, Glykose, Stärkemehl, Eiweiss, Kalkoxalat, Kalisalze etc.

Das Turpethin, in der Weise wie das Jalapenharz aus der Jalapedargestellt, ist eine bräunlichgelbe, zu Pulver zerreibliche, bei 180° C. schmel-zende, geruchlose, hintennach kratzend und bitterlich schmeckende, in Wein-geist leicht, in Wasser und Aether nicht lösliche Harzsub'stanz. Durch con-centrirte Schwefelsäure wird es mit rother Farbe gelöst. Durch Kochungmit verdünnten Mineralsäuren zerfällt es in Glykose und Turpetholsäure,welche aus verdünntem Weingeist in mikroskopischen Nadeln krystallisirt undin Wasser nicht, in Aether schwer löslich ist. Beim Auflösen des Turpethinsin Aetzkalilauge wird dieses unter Aufnahme von Wasser in Turp etil säuretibergeführt, welche amorph und geruchlos ist und sich in Wasser leicht löst.

Aufbewahrung. In feiner Pulverform in der Reihe der starkwirkendenArzneikörper.

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Turpethum.

strahlen in 48, bei der älteren Wurzel nur in 24 grobporöse Gefässbündelgetheilt. Die Rinde zeigt eine aus kubischen, sich eng begrenzenden Zellen

Anwendung. Die Turpitliwurzel ist ziemlich obsolet. Sie wird in gleicherWeise wie die Jalapenwurzel, nur in etwas grösserer Gabe angewendet, alsdie Darmsecretionen anregendes Mittel zu 0,20,4-0,6 einige Male täglich,als Pnrgans zu 1,02,0, als Drasticum zu 2,03,04,0. Die Wirkung istkeine unangenehme und erfolgt meist ohne Leibschneiden.