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2 (1878)
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1086
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Succinum.

Fabriken. Da das rectificirte Oel sehr leicht wieder braun wird, besoi' 1unter Einfluss von Licht und Luft, so erfordert es eine sorgsame Aufbewaln 1113und zuweilen eine wiederholte Rectification.

Eigenschaften. Das frisch rectificirte Oel ist dünnflüssig und t' :l 1später wird es gelb und bei nicht sorgfältiger Aufbewahrung braun und L1flüssig. Es hat einen durchdringenden brenzlichen Geruch und einen b® 1 "mischen bitterscharfen Geschmack. Spec. Gew. 0,88 0,93. Das Oel 13 ^1015 Tli. 90procentigem Weingeist löslich, neutral oder schwach s a jund verpufft nicht mit Jod. Mit rauchender Salpetersäure verharzt es . U ,; ä ,bildet damit den sogenannten künstlichen Moschus (Moschus ar *'. jjjijResina Succini balsamica), welcher aber mit Moschus nach keiner SeiteAehnlichkeit hat.

Aufbewahrung. Das Bernsteinöl erfordert eine sorgfältige Aufbewali 1 ' 1 " 1 .^in mit Kork dicht geschlossener Flasche. Das rohe Bernsteinöl soll »> e ^den Dispensirraume abgewogen, umgegossen etc. werden, denn sein G e ' 1ist zu übelriechend und anhaltend.

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Prüfung. Obgleich das Bernsteinöl ein nicht theures Oel ist, so ..dennoch hin und wieder verfälscht angetroffen. Verfälschungsmittel sind 1 ,penthinöl und Destillate des Petroleums. Terpenthinöl wird durch d' e .reaction, die Destillate aus dem Petroleum durch ihre geringe Löslichkej ^90proc. Weingeist erkannt, letztere verharzen auch nicht mit Salpeters^ 11 'In der Schwefelsäure-Weingeistprobe findet die Mischung des rectificirten 1 e . , tsteinöls mit der Säure ohne Wärmeentwickelung statt oder die®®, . (1 .wenig bemerkbar. Die Mischung ist dunkelgelb und trübe, nach dem »V -j,geistzusatz gelb, etwas trübe, beim Aufkochen klar, neben wenigen d .jherumschwimmenden klaren Oeltröpfchen. Bei Gegenwart von Terpent"' _würde sich die Mischung mit Schwefelsäure stark erhitzen, selbst unter ^Wickelung von Dämpfen, und bei Gegenwart von Petroleum oder an 1 &ähnlichen Substanzen die Zahl der in der kochend heissen klaren weingeisj 1 "Mischung schwimmenden Oeltröpfchen nicht eine geringe oder diese Mis° ,ltleine sehr trübe sein.

Anwendung. Das gereinigte Bernsteinöl galt von jeher als ein kräftigkrampfstillendes Mittel. Man giebt es heute nur noch selten zu 0,20,35 ,,j(61015 Tropfen) einige Male täglich in Pillen, Emulsionen, Ric' 1111Bisweilen ist es ein Bestandtheil von Ohren- und Zahnmitteln. ^1

Wird Bernsteinöl, Agtsteinöl gefordert, so wird nur das rectifici>' teabgegeben.

Co 1 oi»h«iiium Succini, Bernsteinkolopbon, der Rückstand aus der trock® efDestillation des Bernsteins. Es ist ein glänzender schwarzer harzähu' 1 ^.^Körper, welcher nur zur Darstellung von Firnissen Verwendung findet-Verfälschung mit gewöhnlichem dunklem Ivoloplion entdeckt man durch tli c ' rlichkeit des letzteren in kochender Natroncarbouatlösung oder verdi' 11heisser Aetznatronlauge.

Vernix Succini, Bernsteinlack. In einem gusseisernen Gefäss mit I^ c . ' D -werden über freiem Kohlenfeuer 1000,0 grobgepulverter Bernst 0kolophon und 140,0 Leinölfirniss zusammengeschmolzen, dann vom i L j,genommen, in einen andern Raum gebracht und hier unter Umrühren