Druckschrift 
2 (1878)
Entstehung
Seite
796
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grosse Täfelchen von blauer, gleichzeitig violett und grün schimmernder Iauf Papier einen meergrünen Strich gebend, unlöslich in Wasser, dannaber fein zertheilend, auch unlöslich in Weingeist, Aether, Cblo ro ,Benzol etc. Es enthält circa 60 Proc. Farbstoff, 3 6 Proc. Feucbtigund giebt 2530 Proc. Asche aus. ^

Lakao ist in den concentrirten Lösungen der Carbonate, aU ®i s efPhosphate und Borate der Alkalien löslich, wird aber daraus durch fl)) gwieder abgeschieden. Aetznatronlauge löst es mit brauner Farbe, Al» lin ^ ÖS j fl 0mit blauer Farbe, Zink- und Magnesiasalze färben es blau, Schwefelanirno 11purpurroth. Das in Wasser vertheilte Lakao wird durch reducirend ^irK ^Substanzen (z. B. Schwefligsäure) blutroth, durch oxydirend wirkende ( z- £Salpetersäure) rosenroth. In seiner Lösung in einer sauren Zinnsalz' 0 ^erzeugt Wasser einen ponceaurothen Niederschlag, welcher durch Soh*®Wasserstoff orangefarben wird.

Aus einer Auflösung des Lakao in Alaunlösung fällt Natroncarbon»t 01grünen Lack. .^e

Chavin's Grün ist eine dem Lakao ähnlicher Farbstoff, aus der 1:4von Rhamnus cathartica dargestellt.

Levantische oder Persische Gelbbeeren, Avignonbeeren (Grana ^ v , e | C )j,nenses, Grains d'Avignon) sind die Früchte einiger im südlichen Frau» p g ,..in der Levante und Persien einheimischen Rhamnusarten, von denen Mu-sische Sorte 4, die Levantische 3, die Französische und schlechteste 2 , fl ,fächer enthalten. Der in den Gelbbeeren vorkommende Farbstoff ist X a ^rhamnin. Dieses ist neutral, in Wasser und heissem Weingeist leicht, p,in Aether löslich, wird durch Ferrichlorid grün, durch Chlorkalk dunke %

Succus Rhamni catharticae fruetus inspissatns, Roh Spinae fC gc0 u-Extractum Rhamni catharticae. Der colirte und im Wasserbade bis zur ^ je' 1sistenz eingedampfte Saft der reifen Kreuzdornbeeren wird mit dem ze ., te iiZTheile seines Gewichtes Glycerin vermischt und nun bis zur Musco»s 1Bweiter eingedampft.

Syrupus Rhamni catharticae, Syrupus Rhamni, Syrupus Spinae cel J ur cliSvrupus domesticus, Kreozbeerensyrup, Krenzdornbeerensyrup wird aus dem vGährung, Auspressen und Filtration gereinigten Safte der reifen K re 'j, v jo-beeren wie Syrupus Cerasi bereitet. Ein bitterlich schmeckender, r0 ,letter Syrup. Er ist ein mildes Abführmittel, welches jedoch selten g®wird. Gabe 15,030,045,0 des Morgens, für Kinder 3,05,01^'^ fte-

In Frankreich wird dieser Syrup vorzugsweise als Arznei bei H UDsonders bei Staupe der Hunde angewendet.

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Syrupus Rhamni compo situs, Syrupus domesticus verus, HaussyrnP' ge#e nreiiiigungssaft. 360 Th. des einer gelinden Gährung unterworfenund filtrirten Saftes der reifen Kreuzdornbeeren werden in e i n p rn ^. lc )ccli eJlkupfernen Kessel mit 600 Th. weissem Zucker und in ein leinenes &eingeschlossen mit contundirtem Anissamen 10 Th., Zimmt, ~ e a ijg® sneilten und zerschnittenem Ingwer, ana 5 Th., versetzt, durch>

Aufkochen zum Syrup gemacht und colirt. Gabe 15,030,0 ' 'Kinder 3,05,010,0.

Rhamnus.