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2 (1878)
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630
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630 Papaverinum.

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in einem Ueberschuss des Fällungsmittels unlöslich ist. Concentrirtefeisäure löst das Papaverin anfangs farblos (oder unter Bildung einer 8violetten Zone), beim Erwärmen violett. Eisenoxyd enthaltende Schwe ( ^ äU fe

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erzeugt eine blassere Farbe. Wird die Lösung in concentrirter Schwe ' g j c Jjmit kaltem Wasser vermischt, so erfolgt eine milchige Trübung, w j |a t di e

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zu einem harzigen Niederschlage verdichtet. Dieser NiederschlagEigenthümlichkeit sich in ein Haufwerk farbloser Papaverinsulfat» 1 ^umzusetzen. 0)"

Die Salze des Papaverins sind meist in Wasser schwerlöslich. "drochlorat krystallisirt gut und ist in 40 Th. kaltem Wasser löslich-

Es werde das Papaverin aus dem Opium nicht mit dem Papave (i]| te®den unreifen Mohnkapseln, dem sogenannten unechten oder indif elPapaverin verwechselt. Dieses ist ein Stickstoff enthaltender, saure'; i en iloser, krystallisirender Bitterstoff. Auch verwechsele man es nichtPapaverosin, einem dem Papaverin ähnlichen Alkaloid aus den _ g ä l0Mohnkapseln, welches aber mit Salzsäure ein nicht krystallisationsfäh'g ge-liefert, sich in concentrirter Schwefelsäure mit violetter, in concentrü' upetersäure mit grüngelber Farbe löst.

Aufbewahrung. In der Reihe der starkwirkenden Arzneikörper. ^

Anwendung. Papaverin soll beruhigend und auch schlafmachendvon einigen Seiten konnte jedoch diese Wirkung nicht wahrgenommenMan giebt es zu 0,10,150,3 auf einmal als Hypnoticum und bei jjt»''krankheiten. Die stärkste Einzelndosis wäre zu 0,33, die stärkste ' , a tir eI1dosis auf den Tag zu 1,0 anzunehmen. Subcutane Dosis der sa ef-'Lösung 0,03 0,04 0,05. Die Wirkung tritt (nach LeidesI'° b ^^ 0 de rnach 5 7 Stunden ein und dauert einige Tage. Eine stopfen 11 pßS-irgend eine andere unangenehme Nebenwirkung ist nicht vorhanden. j g K'dorf erklärt es wegen der gleichzeitig eintretenden Muskelrelaxation x iii"sonders indicirt bei tobsüchtigen und aufgeregten Kranken. Die von 1 . /y#II. Bkeslauek bei Geisteskranken gemachten therapeutischen Versuche 1 p» sErgebnisse, welche sich in folgende Punkte zusammenfassen lassenPapaverin hat eine schlafmachende Wirkung. 2) Es setzt die Muskel*^ J/Sherab und ist bei Tobsüchtigen auch in dieser Beziehung von Nutzen-

vermindert mit Sicherheit die Zahl der Pulsschläge, nicht nur in - ^

welchen diese mit der heftigen Muskel-Action steigen, sondern aU \rii'k llll ' t

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sich ruhig verhaltenden melancholischen Kranken. 4) Die beruhigende ^des Papaverins wird von keinem Aufregnngszustande eingeleitet. 5) jio^ man mag es subcutan oder innerlich anwenden weder TJebi ' ^Erbrechen, weder Schwindel noch Benommenheit des Kopfes; es h«'^ 1 ^ jkeine Stuhlverstopfung. 6) Die Wirkung des Papaverins tritt in er folrlangsam, gewöhnlich vier, mitunter selbst erst sieben Stunden na*' v e ^Darreichung ein und pflegt nach 24 bis 48 Stunden sich nicht g ä "loren zu haben. 7) Es erweist sich wirksam in Fällen, in welchen ,Morphin selbst in grösseren Gaben wirkungslos blieben. 8) Eine , ul) gan das Mittel tritt zum mindesten nicht bald ein und ist eine Stcfo® ^

Gabe daher selbst bei längerem Gebrauche nicht nöthig. 9) P a " a uf [>bekämpft die Aufregung, Tobsucht und Schlaflosigkeit nur pallia* 1 '' ' jjjlif'j^,der Geistesstörung zu Grunde liegenden Vorgang übt es keinen jrjl cEinfluss. 10) Die bei längerer Anwendung des Papaverins in N '^, erl ilii? l ' Kauftretende bessere Ernährung des Kranken ist von der grösserenund dem wiedergekehrten Schlafe abhängig.