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2 (1878)
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618
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618 Oxygenium.

Weniges einer diluirten Aetznatronlauge. Als Recipient dient ein BallonKautschuk.

Fig. 129. Limousin's portativer Apparat zur EntwiclceluDg des Sauerstoffgases.

Eigenschaften. Sauerstoff ist ein farbloses permanentes Gas ohne 1 ptund Geschmack. Spec. Gew. 1,1056 (Luft 1). Ein Liter Sauerst'^^rein Gewicht von 1,43 Grm. und bei gewöhnlichen Luftdrucke undTemperatur vermag 1 Liter Wasser 30 C.Ctm., 1 Liter Weingeist 280 ^ ggS eSauerstoff aufzulösen. Unter Einwirkung von Substanzen, welche e ' ne ,Begierde haben, sich mit Sauerstoff zu verbinden, so wie durch den ele"* 1 '"Funken wird er in Ozon übergeführt. (S. unten.)

Aufbewahrung. Das Sauerstoffgas kann nur in geschlossenen Gla^i#lange Zeit erhalten werden. In Blech-, Thierblase- und Kautschukballons, ^jfteine Difusion der Gase begünstigen, kann es höchstens 2 Tage C °"J 0 d» swerden. Am besten ist es, seine Erzeugung nur dann vorzunehmen, ^das verlangt wird.

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Anwendung. Obgleich schon vor 8 Decennien die Inhalationen g piit flstoffgases als heilsam empfohlen, die therapeutischen Experimentezu verschiedenen Zeiten wiederholt wurden, und selbst mehrere Ae geGegenstand angelegentlich empfahlen, so ist man heute geradekommen, die Heilwirkung entweder zu negiren oder diese wenig seine sehr fragliche anzusehen. Man hat die Sauerstoffinhalation ezuerst bei Asphyxie, Fiebern, Lungenleiden, dann später gegen Asthin»,losigkeit, Herzkrankheiten, Diabetes, Albuminurie, Chlorose, D'P a t >ii |f j.Septikämie, Hydrophobie etc. Ein gesunder Mensch kann ohne iir'_ jj c Jj ^Naclitheil 40 Liter Sauerstoffgas hintereinander einathmen. Aeussefaulige Wunden und Geschwüre angewendet, zeigt es sich nutzj 08 ' er st*>steht es mit den Sauerstoffbädern gegen Gangraena senilis. Ob die r

inhalationen bei Vergiftung durch Leuchtgas oder Kohlendamphaben, ist noch nicht festgestellt.