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2 (1878)
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402
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402 Magnesia sulfurica.

gestörter Krystallisation, kleine nadeiförmige (rhombische) Prismen, we ^ c ' ie ,g' rder Luft nur wenig verwittern. Es ist ein neutrales Salz ohne Geruch» avon salzig bitterem Geschmacke. In warmer Luft verwittert es. Bei mitrr\t.Temperatur löst sich 1 Tb. des Salzes in 2 Th., in der Siedhitze in 0,8 ^Wasser. Beim Erhitzen schmilzt das Bittersalz in seinem Krystallwasser ^verliert nach und nach 6 Mol. Wasser. Erst zwischen 200 230° 0-dampft das letzte Molecül, welches als Constitutionswasser (Halhydratwasszu betrachten ist und auch durch andere neutrale Salze vertreten wel ! ]iekann. Das entwässerte Salz ist ein weisses Pulver, welches beim Glühen 0Zersetzung zu einer emailähnlichen Masse wird. . j e0

Aus seinen Lösungen schlagen die Alkalien Bittererde nieder. Mit V1Salzen der Alkalien giebt es krystallisirbare Doppelverbindungen z. B- { .Kalisulfat und Ammonsulfat. Aus diesem Grunde ist die Fällung der B 1erde mittelst der Alkalien keine ganz vollständige. . \i

Zu erwähnen ist noch, dass aus heissen Lösungen das Magnes'®in glänzenden weissen Prismen mit 6 Mol. Wasser krystallisirt, dassliaupt bei Veränderungen der Krystallisationsbedingungen der KrystallwaS 8gehalt variirt.

Prüfung. Die Lösuug des Bittersalzes in einer mehrfachen Menge ^lirtem Wasser muss 1) neutral sein, 2) sich indifferent verhalte 0starker Verdünnung) gegen Silbernitrat (Magnesiumchlorid), 3) _Ammoncarbonat (Kalksalz, Zinksalz), 4) gegen Kaliumferrocyanid (Zin öund andere Metallsalze) 5) gegen Schwefelammonium (Eisen, ManganMetallsalze).

Spuren Mangansalz können hierbei der Wahrnehmung entgehen. ^versetzt (nach Crum ) die verdünnte Bittersalzlösung mit Bleiliyperoxy' lieSalpetersäure, kocht einige Male auf und stellt bei Seite. Eine violett ^Färbung der klaren Flüssigkeit rührt von Uebermangansäure her. 6) 1111 9 usalze erkennt man beim Uebergiessen des Bittersalzes mit AetzkalilaUrj 1 ^den Nebeln, welche sich um einen darübergehaltenen, mit Essigsäure ben^^tGlasstab bilden. 7) Die Verunreinigung mit Natron- oder Kali 8 °t

wird auf folgende Weise gefunden: 1,0 Bittersalz wird mit 2,5 Barytcai' 1 "^

in einem porcellanenen Mörser zusammengerieben, das Gemisch in ^tefgeräumigen Kölbclien mit circa 20,0 destillirtem Wasser 68 Minuten vbisweiligem Umschütteln gekocht, wobei man das Uebersteigen der schäü ^den Flüssigkeit zu vermeiden hat. Nach dem Erkalten wird filtrirt llU .^ )tl iigFiltrat mit Baryumchloridlösung versetzt. Entsteht eine Fällung oder j^li'(welche durch Zusatz von Salpetersäure wieder verschwindet), so war j,eoder Natron salz in mehr als Spuren vorhanden. Eine nur äusserst sc iv ^Trübung wäre ans praktischen Gründen der Beachtung nicht werth, o® 1officinelle Bittersalz ist nicht die Magnesia sulfurica purissima.

Filtrat aus der Kochung eingedampft, mit Salpetersäure aufgenommen, jjzeingetrocknet und dann mit Weingeist gewaschen, so wird das Na rgelöst, nicht aber das Kalisalz.

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Anwendung. Das Bittersalz wird in Gaben zu 5,0 7,5 15,0- >|( '

Purgativum gebraucht. Es bewirkt wässrige Stuhlgänge. ^

Ein aus Dolomit bereitetes (also mit Kalksulfat verunreinigtes)

wird zur_ Bereitung von Schlichte benutzt. In England ist seit m en . g0 .

Jahren ein stahlhaltiges Bittersalz in den medicinischen Gebra"' ^ e .kommen, welches aus circa 95 Proc. Bittersalz und 5 Proc. Eisenvitr 10