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2 (1878)
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390
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Magnesia carbonica.

Aufbewahrung. Die Magnesia wird als ein feines Pulver vorräthig S ehalten. Das Pulvern im Stossmörser oder Reibmörser ist nicht gut ausfübrb 8l jindem sie hierbei zu dichteren Massen zusammengedrückt wird. Die Pulver 11 ®»geschieht daher in der Weise, dass man sie durch ein mittelfeines Haars'reibt. Das Pulver bewahrt man entweder in Glashäfen oder hölzernen Käs* 011-

Prüfung. Aus der Bereitung her hängen dem Magnesiasubcarbonat ß ewohnlich Spuren Kalkerde, Natron, Schwefelsäure und Salzsäure an. D lC 'Spuren fremder Substanzen müssen als unvermeidliche angenommen werd 6 "'dagegen ist eine mit vielen Staub- und anderen Schmutztheilen, Eisen, ManBlei, Zink verunreinigte Waare zu verwerfen. Behufs der Prüfung verseman 1,0 des Magnesiasubcarbonats, mit 20,0 destillirtem Wasser durchschütte ^mit 5,0 reiner Salpetersäure. Es erfolgt eine farblose, gewöhnlich nicht vbl »klare Lösung, welche aber beigemischten Staub und Schmutz leicht erkennlässt. Die eine Hälfte der filtrirten Lösung wird nun 1) mit Ammoncarboi"'lösung bis zum Ueberschuss versetzt. Dadurch darf sie nicht oder doch "wenig merklich getrübt werden. Die vorhandenen unvermeidlichen Sp 111 ,.Kalkerde werden hierdurch nicht angezeigt. Erfolgt eine schleimflockigebung, so ist Alaunerde gegenwärtig. Sie dürfte wenigstens kaum merk 1 ''sein, doch sehe man sich vor, dass diese Alaunerde nicht etwa aus dem/ 1trirpapiere herrühre. Hierauf giebt man reichlich Schwefelwasserstoff h 11 '. ifAuch hier darf weder eine Trübung noch eine Färbung oder ein gefär" 4 ^Niederschlag zum Vorschein kommen. 2) Die andere Hälfte der Lösunggetheilt und mit Baryumchlorid und Silbernitrat versetzt. In dem einen ^in dem andern Falle darf eine Trübung entstehen, welche aber die P U w)sichtigkeit der Flüssigkeitssäule (in einem circa 1 Ctm. weiten Reagircylin'nicht völlig aufhebt. 3) 5,0 des Magnesiasubcarbonats mit 40,0 destill' 1 'Wasser gemischt, bis zum Aufwallen aufgekocht und kochendheiss auf 6Filter gebracht, ergeben ein Filtrat, von welchem 20,0 bis zur Trockne (gedampft nur einen unbedeutenden Rückstand (nicht über 0,015) hillassen dürfen.

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Anwendung. Die weisse Magnesia wird in Gaben von 0,51 ,0- 2,0 *Absorbens und Antacidum bei übermässiger Säurebildung im Magen geg'^ rSie wirkt auch in Gaben von 4,0 8.0 mild abführend. Ihr innerl' 0 ^längere Zeit hindurch fortgesetzter Gebrauch soll die Warzen verschon 1machen. Aeusserlich wendet man sie als Dentifricium, mit Wasser zum 1 e Z flgemacht zum Auflegen auf Gesichtsrose, mit Olivenöl zur Masse gemachtVerbände der Wunden an. u e .

Die weisse Magnesia wird zum Putzen von Gold- und Silbersachennutzt. Das Pariser Putzpulver ist eine Mischung von 56 Th. Mag"mit 1 Th. Ferrum oxydatum fuscum.

II. Magnesia carbonica crystallisata, krystallisirtes Magnesiac ar ''°og).krystallisirte kohlensaure Magnesia (Mg0,C0 2 +3H0=69 oder MgC0 3 + 3aq = p

Die Bereitung dieses Salzes ist bereits Bd. I, S. 407 angegeben- ^bildet kleine harte, sehr weisse, in Wasser kaum lösliche Krystalle, welceinem kalten Orte in dicht geschlossener Flasche aufbewahrt werden.

Dieses Magnesiacarbonat wird hauptsächlich in der Mineralwasserfabrik®!)",,verbraucht, ist aber ein sehr willkommener Ersatz des von Schmutztbe 1 ^nicht immer freien Magnesiasubcarbonats bei Darstellung magnesiah» 1 "®,.Biausepulver, kohlensäurehaltiger Magnesiacitratmixturen und Magnesialimon- 1