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2 (1878)
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376
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Lobelia.

im grob zerschnittenen, stark zusammengepressten Zustande in paralleleP'P,dischen, zu 60 400 Grm. schweren Packeten mit der Signatur: Lo<> eD. M. Neu - Libanon. N. Y. oder Lobelia, herb, Lobelia inflataGarden N. Y., welches wir im guten Glauben hin, dass es ächt sei, k :lUmüssen. Es wird klein geschnitten und auch als feines Pulver in gutstopften Glasgefässen aufbewahrt.

Lobelienkraut gehört eigentlich zu den giftigen Kräutern, denn 5,0 " ^genügen, einen starken Mann zu tödten. Dennoch wird es von der Ph» 1copoea Germanica nicht zu den starkwirkenden Arzneimitteln gezählt. Bei seiDispensation sei man daher vorsichtig.

Bestandteile. Pereira fand in dem Kraute: ein flüchtiges s c h ar ^ gPrincip; Lobelin; Lobeliasäure; Harz. W. Bastik stellte das LobeliD», ^eine dickölige durchsichtige (nach R einsch eine gelbliche gummiähnl"^hygroskopische), nicht unzersetzt flüchtige, tabakähnlich schmeckende, alk ;l ' lS 'jf.Substanz dar. Nach Colhoun ist das Lobelin ein dem Nicotin ähnlichestiges Alkaloid, in der Pflanze an Lobeliasäure gebunden. Enders stellte ^scharfe Princip dar und nannte es Lob ela crin, ein Glykosid, welches scbeim Kochen in Wasser sich in Lobeliasäure und Zucker spaltet. Das L 0 b ® i.,ist nach Procter eine hellgelbe, gewürzhaft riechende und stechend gt)ähnlich schmeckende, ölähnliche, alkalische Substanz, leichter als " j nlwenig löslich in Wasser, leicht löslich in Weingeist, Aether, Chloroform,Erhitzen nicht ohne Zersetzung flüchtig. Es bildet gut krystallisirende ® ^Es giebt Niederschläge mit Jodkalium, Gerbsäure, Kaliumquecksilberj 0 ^,Silbernitrat, Goldchlorid. Es unterscheidet sich vom Coniin und . «^,dadurch, dass es in wässriger Lösung mit Mercurichlorid keinen NiederschlagAus alkalischer Flüssigkeit lässt es sich durch Auschütteln mit Aether sam®Es ist weniger giftig als Coniin und Nicotin.

Anwendung. Die Lobelie ist ein Narcoticum, wenn auch milder in der ^kung als Nicotiana. In starken Gaben bewirkt sie Erbrechen, Magensch 01 ..^Durchfall, Eingenommenheit des Kopfes, Schwindel, Verengung der P U P' ^Convulsionen, Tod. In kleinen Gaben wirkt sie Erbrechen erregend, abfö' 11 .schweisstreibend, krampfstillend, reizmildernd. Speciell findet sie bei Ast'j 1 *Croup, Diphtheritis, Keuchhusten in Gaben von 0,150,30,5 Anwen"Von vielen Aerzten wird sie für ein specifisches Antimiasmathicum rpagAls stärkste Einzelngabe sind 0,6, als stärkste Gesammtgabe auf den^ ^2,5 anzunehmen. Zum Ivlystier im Aufguss (bei eingeklemmten Brüchen)3,04,0 (!) zu 150,0 Colatur.

Die Verwendung des Lobelienkrautes zu Cigaretten gegen Asthmahäufig statt, ist aber von keinem nennenswerthem Erfolge.

de" 1

i Extractnm Lobeliae (Lobelin der Nord-Amerikaner) ist ein au ^(itrocknen Kraute mit 45proc. Weingeist dargestelltes Extract, haupt&& c jjgdie Harzbestandtheile enthaltend. Gabe l / 3 so gross wie vom Kraute-kommt in Deutschland nicht in Anwendung. ^

("f) Tinctura Lobeliae wird aus 1 Th. trocknem Lobelienkraut® erIt

10 Th. verdünntem Weingeist durch Digestion bereitet (i' 1 . ee j0t)-

ausserhalb Deutschlands aus 1 Th. Kraut und 56 Th. verdünntem We lD &Gabe 203040 Tropfen (0,81,21,5).

(f) Tinctura Lobeliae aetherea wird aus 1 Th. trocknem Lob®'^lbkraut und 10 Th. Spiritus aetliereus durch Maceration bereitet (ausse