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2 (1878)
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Kali carboilicum. Kali bicarbonicum.

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'De klare Lösung, giebt dieselbe in einen Kolben, schüttet dazu 45 Tli. zer-j^'lenes und daher nicht verkäufliches Ammoncarbonat und 25 Th. Wasser., en Kolben, welcher nur halb angefüllt sein darf, setzt man nach Aufsetzen^es Gasleitungsrohres und Sicherheitsrohres in ein Sandbad, das nicht über 75° C.hitzt werden darf, und leitet das sich entwickelnde Ammoniakgas in 65 Th.a jtes destill. Wasser. Die Gasentwickelung geht bei allmählich zu vermehrender, Atzung im ruhigen Tempo vor sich und die Operation ist beendigt, wennq 1 einer Temperatur des Sand- oder Wasserbades von 70 75° C. keine.^blasen mehr hervortreten. Aus dem Kolben giesst man die heisse Masse, einen Topf, lässt sie einen Tag an einem kalten Orte stehen, bringt sie, n " auf ein leinenes Colatorium, wäscht sie auf demselben mit etwas kaltemstill. Wasser ab, löst sie unter Digestion in heissem destill. Wasser vonCa 750 filtrirt und bringt das Filtrat zur Krystallisation. Der Salmiak-a ' ,^ eu man hierbei gewinnt, lässt sich zur Darstellung des Liquor Ammoniiverbrauchen. Aus 100 Th. Pottasche erreicht man circa 100 Th.ro'J^nat, 90100 Th. Salmiakgeist und 1520 Th. Rückstände, welche alse Pottasche zur Schwefelkaliumbereitung verwendbar sind.

u III. Die Darstellung durch Einleiten der Kohlensäure in Kalicarbonat-n o ist von mehreren Uebelständen begleitet.

Beim Hindurchleiten von Kohlensäuregas durch Pottaschenlösung wird4a ^lensäure nur ge ]j r langsam aufgenommen. Muss diese dazu besonders(j ^stellt werden, so wird nicht der geringste Vortheil dabei erreicht. DasLeitungsrohr verstopft sich sehr leicht durch Ansetzen von Krystallen, dieta,Sehenlösung darf also nicht zu concentrirt sein.

Ujjj, Eigenschaften. Das Kalibicarbonat ist luftbeständig, ohne Geruch, schmecktijj salzig, schwach alkalisch und reagirt sehwach alkalisch. Es krystallisirtkalt ar bl°seii durchsichtigen rhombischen Säulen oder Tafeln. Es ist in 4 Th.i n in einem doppelten Gewicht heissem Wasser von 70 75° C. löslich,eingeist äusserst wenig löslich. Beim Erwärmen seiner Lösung über 80°die '''t ein Theil seiner Kohlensäure zu entweichen, beim Kochen entweichtbijifi l^te des Kohlensäuregehalts, das basische Wasser tritt aus der Ver-ölst un< l einfaches Kalicarbonat bleibt zurück. Für sich im trocknenv 0n a n ^ e erhitzt, verliert es die Hälfte seiner Kohlensäure erst bei einer Hitze350° C. vollständig.

«cV PrBfu ng. Das Kalibicarbonat bildet trockne durchsichtige oder durch-'"''D'ie Krystalle. Feuchte Krystalle deuten auf eine Verunreinigung mit< 1 kohlensaurem Salze. Die Prüfung geschieht mittelst Quecksilberchlorids,di e bei Gegenwart von Monocarbonat gelbroth gefällt wird, dagegen giebtVo tl des reinen Bicarbonats mit Quecksilberchlorid eine weisse Fällung

gel la |. °PpelkohIensaurem Quecksilberoxyd. Ein nur geringer Monocarbonat-<li e . beeinträchtigt übrigens den Werth des Bicarbonats nicht. Ferner darftiit 1, 1 Salpetersäure neutralisirte und angesäuerte Lösung des Bicarbonatsa, yürochloridlösung keine, mit Silbernitratlösung höchstens eine geringegeben. Erstere ergiebt die Gegenwart von Kalisulfat, die andereKaliumchlorid, wovon das Präparat nur bis zu 0,5 Proc. enthalten°^er y ''<let das Kalibicarbonat grössere Krystalle, so ist eine Verfälschung^Hl Z{; /'''unreinigung mit Natronbicarbonat nicht vorauszusetzen. Bei einemlas Sen 111 kleineren Krystallen soll man die Untersuchung darauf nicht unter-Hicht ' ^' e am Oehr des Platindrahtes in der Weingeistflamme ist

anwendbar, weil auch das reinere Kalisalz immer Spuren Natron enthält.