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2 (1878)
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Kali carboiiicum. Kali bicarbonicum.

maceutischen Laboratorium, wenn dieses mit einer Fabrik von KohIensäur e *wässern in Verbindung steht.

Darstellung. I. 100 Th. gute Pottasche (Illyrische) werden mit 100 l' 1,kaltem Wasser Übergossen und unter hisweiligem Umrühren einige Tage ilUeinem kühlen Orte stehen gelassen. Die klare decanthirte, mit etwas Wass'' 1dünner gemachte, dann colirte Lösung wird in einem eisernen Kessel, mit 12 1'''mittelfein gepulverter Holzkohle gemischt und unter Umrühren abgedamp''bis die noch heisse Masse die Consistenz eines derben Extractes erlangt.stellt sie mit dem Kessel einen Tag über in den Trockenschrank, lässt s ' egröblich pulvern und mischt sie dann durch Umrühren in einer weiten flache®Schüssel mit 4 Th. Kohlenpulver, welches man vorher durch BesprengenWasser so weit feucht gemacht hat, dass es nicht mehr stäubt, vielnie' 1krümlig zusammenbackt. Die Schüssel, mit einer 2- bis 3fingerbreit höh®Schicht dieser schwarzen Mischung gefüllt, wird in einen dichten Kasten ( 0( * eein Fass) mit Deckel gestellt, in dessen unterem Theile sich ein Tubus befind'welchen man je nach Gelegenheit mit Hilfe eines centimeterweiten K atl .schukrohres mit dem Abblaserohr des Mischgefässes oder des Füllhahnes 1Verbinduug setzt. Die Pottaschenmasse zieht die zuströmende Kohlensü 111begierig an und erhitzt sich bis auf 75° C., wenn auf einmal viel Köhlens» 1 ' 1 (hinzutritt. Da aber selten sofort die nöthige Menge Kohlensäure dispomist, so rührt man am zweiten Tage vor dem weiteren Zulassen von Kohl® ,säure die Pottaschenmasse um. Giebt eine Probe davon mit destill. ^ aSä g0gelöst und filtrirt in einer Aetzsublimatlösung einen weissen Niederschlag? "ist auch die Sättigung vollendet. Selbstverständlich können mehrere Schüs* emit kohliger Pottaschenmasse in dem Kasten übereinander gestellt werd _Sollte der Geschäftsbetrieb nicht im ersten und zweiten Tage die nöthige ,Kohlensäure disponibel machen, so kann die Pottaschenmasse auch meb' 1Tage stehen, nur hat man sie dann öfter umzurühren, wenn sie etwafeucht geworden sein sollte. Die mit Kohlensäure völlig gesättigte PottaSO' 1masse zieht nicht Feuchtigkeit an. Man giebt sie in einen steingutenen? -Sandbade stehenden Topf und übergiesst sie mit ihrem l,3fachen Volum des ' .jWasser von 75° C., rührt um, erwärmt im Sandbade, so dass die Flüssig"'/ 2 Stunde auf 75° verharrt, filtrirt lieiss und stellt das Filtrat 2 Tage > lan einen kalten Ort. Die Mutterlauge im Wasserbade bei 60 bis 70° tgeengt giebt weitere Krystalle. Die letzte Mutterlauge wird eingetroß* . eund stark erhitzt als rohe Pottasche zu anderen Zwecken verbraucht,gewonnenen Krystalle werden nach dem Abtropfen umkrystallisirt.ist zu bemerken, dass das Ivalibicarbonat in 2 Th. Wasser von 75° C- ulJ (list, dass seine Lösung bei 80° C. bereits anfängt Kohlensäure abzugeben, ^sie bei gleichzeitigem Gehalt von einfach kohlensaurem Kali KrystalhKalisesquicarbonats absetzt. ^ . g ef

Die rohe Pottasche wird durch Behandeln mit gleichviel kaltem rsoweit gelöst, als kohlensaures Kali nebst Chlorkalium, kieselsaures ., u ijgnur kleine Spuren schwefelsaures Kali in Lösung übergehen. Bei derdes Kalis mit Kohlensäure wird die Kieselsäure abgeschieden. Chlorkali 11111schwefelsaures Kali bleiben in den Mutterlaugen gelöst. ; r c*

100 Th. Illyrische Pottasche oder 85 Th. gereinigte Pottasche gebe»100 Th. Bicarbonat. , 0

II. Hat man keine disponible Kohlensäure, zufällig aber eine grossezerfallenen Ammoncarbonats, so kann man auch auf folgende Weise ver ' a s efMan bereitet sich aus 100 Th. Illyrischer Pottasche und 100 Th. kaltem