Juglans.
225
äfter bestehen aus 5 bis 9 Blättchen. Diese sind länglich-eiförmig, fast ganz-^andig ; zugespitzt, am Grunde ungleichhälftig, das Endblatt ausgenommen derPindel gegliedert aufsitzend. Das Endblättchen ist das grösste der Blättchen15 — 20 Ctm. lang, 7 — 10 Ctm. breit. Die Blättchen der nicht ausge-wesenen Blätter sind an den Winkeln der Nerven der Unterfläche zart ge-art et, bei den ausgewachsenen Blättern nicht gebartet und dann lederartig.■ Die nicht vollständig ausgewachsenen Blättchen haben einen kräftigenai damischen Geruch und einen scharf bitteren herben Geschmack; beides ist1 den ausgewachsenen Blättern in sehr geringem Maasse vorhanden.
. Einsammlung. Die Wallnussblätter sammelt man im Juni, trocknet sieDell in dünner Lage an einem sonnigen Orte aus, damit sie nicht braun^ er schwarz werden, sondern ihre grüne Farbe möglichst conserviren, undsie zerschnitten in Blechgefässen. 3 Th. frische Blättchen gebeniini trockne aus. Die getrockneten Blätter haben einen geringeren Geruchd Geschmack.
jj. Anwendung. Man gebraucht die Wallnussblätter im Theeaufguss als einS e gen Skrofeln und Rhachitis. Der Eisen grünfällende Gerbstoff, welcherty; ® n etwas Bitterstoff in den Wallnussblättern enthalten ist, scheint der' lrr ie Bestandtheil zu sein.
Die Abkochung der Blätter wird zu Augenbähungen, Augenwässern,fjj. ern und auch zum Waschen der Pferde und Rinder benutzt, um dieseCt;' e * e vor Insectenstich zu bewahren. Die zu einem Brei zerstampften*ilat Blätter sollen als Umschlag ein specifisches Mittel gegen schwarzeer (pustula maligna) sein.
bl ä ^xtr actum Juglandis foliorum wird aus den trocknen Wallnuss-^in w ' e ^ as Extractum Aurantii corticis bereitet. Ausbeute circa 20 Proc.Faunes, in Wasser fast klar lösliches Extract.
u Ufj ^Jrupus Juglandis foliorum recentium. 1000 Th. frische Wall-uf s '>1 ä 11 e r werden zerschnitten, in einem steinernen Mörser unter BegiessenS>5q Th. Wasser zerstossen und ausgepresst. Die Colatur wird aufSt,, k- abgedampft mit 50 Th. verdünntem Weingeist gemischt, 24Unter Seite gestellt und 280 Th. des Filtrats mit 520 Th. Zucker
r Digestion zum Syrup gemacht.
öleum Juglandis, Wallnussöl, Nnsstfl, das fette, durch Auspressen der^amen gewonnene Oel. Dieses ist ein trocknendes Oel, nach der frischenWn Ullg schwach gelblich-grünlich, nach längerer Zeit der AufbewahrungSeiblich, fast farblos, etwas dickflüssiger als Mohnöl, durch welches esHn Sg ^eit ersetzt werden kann. Der Geschmack des frischen Oeles ist mildSOo ^8- Specifisches Gewicht circa 0,925. Das Oel beginnt erst überes g : Kälte zu einer weissen Masse zu erstarren. Gegen Reagentien verhältlch wie das Mohnöl.
Mua Vitae Juglandis saccharata.
Nussschalenliqueur.
f<^ ra cti Juglandis corticis fluidi50,0siv? 1 Sa °chari 550,0
° e f ut rt Vini 1- 8 -j ti ' ltra una expleatur.
B6r . Phaimac. Prajrts. II.
(2) Infusuiu Juglandis compositum
(S chwediaur).
IV Foliorum Juglandis
Corticis nucis Juglandis sicci ana100,0.
Affunde
Aquae fervidae 5500,0.