Iris.
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Aufbewahrung. Man hält das Irisrhizom in Form grober Species und als.'nes Pulver vorräthig. Die Stücke, welche man pulvern will, werden miteiner scharfen Bürste gereinigt, in starke Scheiben geschnitten und an einemSelind warmen Orte (25 — 30° C.) getrocknet. Bei stärkerer Wärme werdenleicht gelblich und geben dann statt eines weissen, ein gelbliches Pulver,i Pulvern geschieht am besten bei trockner Witterung. Als Aufbewahrungs-ässe für das Pulver eignen sich weissblechene oder gläserne.
Bestandteile sind nach Vogel : flüchtiges Oel, Harz von brennend' 'arfem bitterem Geschmack, adstringirender Extractivstoff, Gummi, Stärke-. eül und Faserstoff. Das frische Rhizom enthält einen scharfen Saft, welcherJ loch beim Trocknen verloren geht, auch hat es keinen Veilchengeruch.Ieser tritt erst in dem trocknen Rhizom auf.
I Kadices Iridis mundatae s. pro infantibus sind die längeren, ausge-, Se nen, besten Stücke, welche man durch Beraspeln geglättet und abgerundet^ Sie werden den Kindern darauf zu beissen gegeben, um das Hervor-gehen der ersten Zähne zu erleichtern. Um diesem Präparat ein schönesv ' !lSse s Aussehen zu geben, wird es mit Stärke abgerieben. Man hüte sichr einem mit Bleiweiss beriebenen. Mit Kreide abgerieben ist es unschädlich.
k Anwendung. Das Irisrhizom steht im Verdacht, innerlich genommen beia ' ll 'i'halischen Leiden nützlich zu sein. Häufig ist seine Anwendung als cos-etl sches Mittel.
^is-Erbsen, Globuli Iridis (Pois d'iris de Paris), sind erbsengrosseail ^ e ' c hen aus der Veilchenwurzel vom Drechsler geformt. Mit einer Tincturs ^ezereum und Canthariden getränkt dienen sie als Fontanellerbsen.
Irj ^' ,,c tura Iridis, Essentia Iridis Florentinae. 10 Th. kleingeschnittenes^^tizom und 60 Th. reiner Weingeist werden aus dem WasserbadeSc} a t'on unterworfen und mit dem Destillat aus 10 Th. kleinge-
111 11enein Irisrhizom durch Maeeration eine Tinctur gemacht.
c 11 m Iridis (aethereum), Oleum Iridis Florentinae, Irisül, Iriskampfer, das
Q e j Destillation mittelst Wasserdampfes aus dem Irisrhizom gewonnene flüchtige
Ausbeute circa 0,1 Procent.
Sah ^ gewöhnlicher Temperatur bildet es eine erbsengelbe starre Masse vonein enco!,s ' s tenz. Es ist leichter als Wasser, schmilzt bei 38 — 40° C. zubraungelben, nicht völlig klaren Flüssigkeit und beginnt bei 28° C.^ e jl er z u erstarren. Es ist in Wasser unlöslich, leicht löslich in Weingeist,v e ;i > Chloroform, Petroläther. Der Geschmack ist brennend, der Geruch
"Neuartig.
ci 6] .^' ac h Dumas entspricht seine elementare Zusammensetzung der Formels 0 Ij ^ 4 oder C 8 H 16 0 2 . Da das Irisöl bei gewöhnlicher Temperatur starr ist,St ea nannte m an es Iriskampher. Man betrachtete es als das Oxyd desr °Ptens des Rosenöls, welchem Stearopten die Formel C 4 H 8 zukommt.
®0p r P "fung. 2 Tropfen des geschmolzenen Oeles und 10—12 Tropfen\\'ä r 0< " Weingeist geben unter vorübergehender Vermittelung von gelinderSclj e ^ e e ' ne klare gelbe Lösung, welche bei mittlerer Temperatur keine Aus-1 Uü gen wahrnehmen lässt. Bei einer Temperatur von circa 30° C. giebt