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2 (1878)
Entstehung
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180
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180 Jalapa.

Darstellung. A. Diese erfordert zuvörderst die Verwandlung der Jalapen-knollen in ein grobes Pulver und die Extraction desselben mittelst Weingeistesbei Digestionswärme. B. Oder man lässt (nach Gummi ) die ganzen Jalapen-knollen zweimal in kaltem Wasser 23 Tage maceriren, die durchweichte»Knollen zerschneiden, an der Luft trocknen, pulvern und dann mit Weingeis'extrahiren. Dieser Operationsgang liess sich dadurch abkürzen, dass man diegrob geschnittenen Jalapenknollen durch Maceration mit kaltem Wasser vonden extractiven Stoffen befreit, dann auspresst, den Presskuchen in die feinereSpeciesform bringt und nun unter Digestion mit Weingeist zweimal extrahirt'Im Ganzen bleibt es sich in Rücksicht auf die Ausbeute an Harz gleich, welcherMethode man den Vorzug giebt.

Ein zweimaliges Aufgiessen von Weingeist und Digeriren in der Wärffl egenügt zur Erschöpfung der Knollen, wenn nach jeder Digestion die Würz 6 'scharf ausgepresst wird. Im Uebrigen bedient man sich hier sehr zweckmässigder Deplacirmethode, bei welcher auch weniger Weingeist verbraucht wird. D' ezusammengemischten Tincturen setzt man einige Tage bei Seite, decanthii't;filtrirt den trüben Rest unter Nachwaschen des Filters mit Weingeist, bring 1sie klar in ein verzinntes Destillirgefäss, giesst etwas destillirtes Wasser zu,und zieht den Weingeist ab. Nachdem der grössere Theil des Weingeistesabdestillirt ist, scheidet sich das Harz in Form einer weichen schmierig 6 ®Masse am Grunde der Flüssigkeit ab. Desshalb ist die Destillation aus einemWasser- oder Dampfbade zu bewerkstelligen. Nach Beseitigung des Weingeist? 8giesst man den warmen Destillationsrückstand in eine grosse Schale oder eine"weiten Topf, spült das Destillirgefäss mit heissem Wasser nach und stellt eine"Tag bis zum völligen Erkalten bei Seite. Nach dieser Zeit giesst man d' eüber dem Harze stehende Flüssigkeit ab, wäscht das Harz mit heissem Wasserso lange aus, bis das Wasser fast farblos abläuft, und trocknet es unter öftere 1 "Umrühren in gelinder Wärme, bis eine in eine dünne Stange gebrachte Pr£>b enach dem Erkalten nicht die geringste Biegsamkeit zeigt, also völlig sprö^bricht. Dann formt man das warme Harz in Stangen von der Dicke ein eSKinderfingers. Die Ausbeute richtet sich natürlich nach dem Werthe der ve ?"wendeten Jalapenknollen. Aus einer schweren harzreichen Waare beträgt -S ieselbst 17 Proc., eine magere Waare giebt 810 Proc. In allen Fällen geb e "die kugeligen, ei- und birnförmigen Knollen von der Grösse einer Walln" sbis zu einem Hühnerei (nach Bernatzik's Untersuchungen) die grösste Ausbent e '

Das Walser, mit welchem die Wurzel macerirt ist, giebt eingedampft ® l! 'ein süsses Extract, ähnlich dem Extraetum Graminis , ohne p ur g iren 1Wirkung.

Der von der Harztinctur abdestillirte Weingeist hat einen unangenei"| ^Geruch und Geschmack. Durch Digestion und Rectifieation über Kohlen ''' 5 'er sich zu pharmaceutischen Zwecken wieder brauchbar machen.

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Jalapenharz des Handels. Das im Handel vorkommende IIa rZ .vorherrschend Harz aus stengliger Jalape und den sogenannten Jalapensteng e .^daher auch von geringerem Preise. Hinsichtlich der drastischen Wirkung .das Harz aus den Jalapenstengeln dem aus der echten Jalape fast gleich,dies die physiologischen Versuche des Professor Dr. Berxatzik in " 'ergeben haben.

Eigenschaften. Das Jalapenharz ist ein sehr zerbrechliches, leichtliches, sprödes, trocknes, aussen graubraunes, innen dunkelbraunes und g'zendes, fast undurchsichtiges Harz, von schwachem, aber unangenehmem JaW