Jalapa.
Sie scheinen junge, saftreiche, stark genährte Wurzeltheile zu sein, welche inFolge des Eintrocknens stark zusammenschrumpften. Sie ergaben durch-schnittlich 8,16 Proc. Harz. Die Tinctur ist braunroth.
B. Gestreckte Formen.
1. Spindelförmige und cylindrische Stücke von der Stärke des kleinenFingers bis zu der eines Daumens und darüber, 4—8 Ctm. lang mit auffallen-der Längsrunzelung, in der Mitte oder von dieser nach dem einen oder nachbeiden Enden hin angeschwollen. Ihre Struktur ist ziemlich dicht. Sie sindgraubraun, stellenweise roth- bis schwarzbraun, am Schnitte fast immer mitglänzend schwarzem Randsaume versehen. Sie lieferten 11 Proc. Harz.
2. Stenglige Jalape (nicht mit den Jalapenstengeln zu verwechseln). Ebensolange, verhältnissmässig aber dünne und biegsame, zuweilen unregelmässig umdie Asche gedrehte Stücke mit tiefen Längsrunzeln und scharf ausgeprägtenLängsriefen, am Bruche matt mit schwer kenntlichem Randsaume und deutlichfaserigem Gefüge. Sie sind die unterirdischen Stengeitheile, häufig mit knollige 11Auftreibungen und Knollenansätzen. Sie liefern circa 10 Proc. Harz.
Der Querschnitt (Querbruch) der Jalapenknolle zeigt eine dünne Rinde*vom Holzkörper durch einen dunklen Harzring gesondert, und einen helleren
Holzkörper mit concentn-schen zahlreichen dunkel"braunen Ringen , welch®
> : P; S gruppen die Harzzellen ent*
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lli.l. ... •• haben «sine, bald einfach«;
bald doppelt hufeisenför'2 gS ggggy ( ;|- 4 mige oder spornförniig 6
^f|r 'deutliche Schichtung.
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Jalapenstengel sind um
Fig. 52. 1. Hälfte einer Querschnittsfläche von spindelförmigenJalapenknollen (Ausläufer). Natürliche Grösse. 2. Querschnitt(etwas vergr.). 3. Ausschnitt eines Querschnitts einer grossenJalapenknolle. 4. Stärkemehlkörner der Jalapenknolle(300fache Vergr.).
vierten Theil so gross,
die der echten Jalape, 11,1durchsichtig, ohne conce^trische Schichtung u °zeigen nur eine spärl lC
Spaltbildung.
Verfälschungen. Es kommen nicht nur sehr häufig knollige Theile ^ °''anderen mit der Conoolvulus Purga verwandten und nicht verwandten P"' 1 ..zenarten als Jalape in den Handel, die Jalapenknollen sind auch häufig 11künstlichen Nachbildungen, getrockneten Birnen etc. untermischt. Die S e M U ] lt)Waare ist also in allen Fällen zu mustern, was am erfolgreichsten geschic 'wenn man jede verdächtige Knolle mit einem Beile durchschlägt. Die c °centrisclien Harzringe der Schnitt- und Bruchfläche bleiben das beste E r * enungsmittel der wahren Jalapenknolle. , , oJt
Die Jalapenstengel, falsche Jalape, Stipites Jalapae 0Ipom oea Orizabensis kommend) sind jenes Material, womit die Jalapenkno ^kaum verfälscht werden dürften, dessen llarz aber zur Verfälschung 1