Jaborandi.
^Ut mit ammoniakaliscliem Bleiacetat, filtrirt, beseitigt aus dem Filtrate denleittberschuss mittelst Schwefelwasserstoffs, verjagt den überschüssigen Schwe-®' w asserstoff und setzt Mercurichlorid zu, wodurch ein Doppelsalz von Mercuri-® 'orid und Pilocarpin niederfällt, welches man sammelt, wäscht und mitchwefelwasserstoff zersetzt. Die vom Schwefelquecksilber abfiltrirte Flüssig-st enthält nun salzsaures Pilocarpin. Um daraus die Base frei zu machen,Se ^t man Ammoniak im Ueberschusse zu und schüttelt dann mit Chloroform,slches das Alkaloi'd aufnimmt und beim Verdunsten zurücklässt. Oder man^''i'f'ährt in der Weise, dass man den zum Syrup verdunsteten wässerigenUszug der Blätter mit Magnesia vermischt, eintrocknet, die zerriebene Masse. Chloroform behandelt, von der Flüssigkeit das Chloroform verdunstet, dena bei verbliebenen Rückstand in Wasser aufnimmt und diese Lösung in vacuo^unstet. Es bleibt dabei das Alkaloi'd als eine farblose, klebrige, in WasserWeingeist lösliche Masse zurück. Mit Salzsäure, Schwefelsäure und Sal-Y ers äure gibt es krystallisirbare, mit Essigsäure und Oxalsäure amorpheBindungen. Es wirkt verengend auf die Pupille.
^ ( Anwendung. Man giebt die Jaborandiblätter gewöhnlich im Aufguss,n 5,0—6,0 in 100,0—150,0 Wasser) als einmalige Dosis. Zehn Minutentinfl ^ ei Verabreichung erfolgt in den meisten Fällen ein starker Schweissc reichliche Speichelabsonderung, jedoch nicht ohne störende Neben- undj '''»Wirkungen. E. Rennakd bemerkt darüber, dass wohl eine so bedeutendea re Sung der Schweiss- und Speicheldrüsen durch das Jaborandi nicht ohnez\v '.' 1Wfj 'tige Störungen im Organismus vorgenommen werden kann, ist un-b e i!^haft und wird durch Beobachtungen von Dr. Robin und Anderendes Robin fand, dass, wenn die Kranken den während der Wirkung
stell oran( ^ sieh absondernden Speichel verschlucken, sich Erbrechen ein-„„A während, wenn der Speichel ausgeworfen wird und der Magen Speisen^tränke enthält, nur Brechreiz vorhanden ist, der von mehr oder wenigerSi^^Pfochenen Ohnmächten begleitet wird. Die Temperatur und der Pulsjährend der Periode der Salivation (die nach Robin zuerst eintritt)
n d gesteigert, fallen während der Periode der Transpiration und bleibt,an ( |, a uch scheinbar die Wirkung aufgehört hat, doch eine ein bis zwei Tageti ac ]1" ern de Erniedrigung der Temperatur und eine anormale Pulsfrequenz8e in 7< ^ en 8 e des ausgeschiedenen Harns ist nur wenig vermindert, ebensod ass ^halt an Harnstoff, Harnsäure und Chloriden. Es ergiebt sich hieraus,de r ^ e Temperaturerniedrigung nicht zu suchen ist in einer Verminderung»ejjj ^''hrennung oder der Abnahme der Wärmefunctionen, sondern in einemPhysikalischen Phänomen, — in dem Verdampfen des Schweisses.
ß er i!^ :ic h den Erfahrungen, welche man in der Klinik des Prof. Frertchs in' dachte, wäre Jaborandi ein wechselndes und unsicheres Diaphoreticum.
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Sp e j , Aerzte fanden, dass Jaborandi zwar eine bedeutende Wirkung auf diei ; . .^sonderung äussert, dass aber auch die Wirkung fast in allen Fällen" e 'Kur l en 11,1 ^ unangenehmen Nebenerscheinungen, wie Uebelsein und Brech-Lei( Js ,.P' hauptsächlich Erbrechen, Harndrang, Augenflimmern, Kopfschmerz,sta r ] ((; ur ' er z begleitet ist. Die Wirkung der Rinde soll eine fast doppelt so°ba c j^ ^'e der Blätter sein. Constatirt wurde zugleich von mehreren Be-fielia,]" ^ er Antagonismus zwischen Jaborandi und Atropin, beziehungsweise^tr°pi|| nila " ^ Die Wirkung des Jaborandi konnte durch die Dosis von 0,0005v ergif t v °Hkommen sistirt werden, und umgekehrt kann Jaborandi bei Atropin-n gen eclatante Dienste leisten.