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2 (1878)
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Hyraceum.

diese Weise roth gefärbt, weil der gemeine Mann nur in dem tief roth g e *färbten Oele das echte Johannisöl anerkennt. Es dient als Heilmittel aUWunden und zum Einreiben bei rheumatischen Leiden. Vergl. auch Bd. I>8. 217, sub (2).

Hyraceum.

Hyrax Capensis Cuvier , Klippdachs, Klippschliefer, ein in Felsenhöhle 11und Spalten am Kap der guten Hoffnung heerdenweise wohnendes, den M lU "melthieren ähnliches Nagethier aus der Ordnung der Pachydermata - Multungu' 9und der Familie Hyracina.

Hyraceum, Ilasjespis, Dassenpis, das an der Luft getrocknete Excrement voi'benannten Thieres. Ob es die Faecalmasse oder nur den eingetrocknet,"Harn, oder ein Gemisch aus beiden darstellt, ist noch nicht mit Sicherte 1festgestellt. Früher hielt man es für eine bituminöse Substanz.

Es bildet, wie es im Handel vorkommt, unförmliche, circa wallnussgross e <schwarzbraune oder dunkelbraune, mit Eindrücken und Höhlungen versehen®»fettglänzende, harte, zerreibliche, selten weiche und knetbare Stücke von Mund darüber gehender specifischer Schwere, bibergeilähnlichem, aber schwacheGeruch und unangenehmem bitterem Geschmack Das Pulver hat eine he®braune Farbe. In den Massen finden sich gewöhnlich Haare und Pflanze®reste eingeknetet. Es ist in Wasser, Weingeist und Aether nur theil^e 1 'löslich und mit verdünnter Salzsäure übergössen entweicht Kohlensäure nn teAufbrausen. Beim Erhitzen entwickelt es übelriechende Dämpfe und es hin tefbleibt eine schwer verbrennliche poröse Kohle.

Bestandtheile. Diese sind bis jetzt keineswegs mit Sicherheit erl- 1 ""''Nach Reichel sind die Bestandtheile: flüchtiges Oel, benzoeähtiliehes Ö 1 " 'Benzoe-, Hippur- und Melansäure, gelbes Fett, Castorin, Harnstoff, Ilarnsäi".^Eiweiss, verschiedene Salze. Fikentscher fand Gallenbestandtheile und esaures in Aether und Weingeist nur theilweise lösliches Harz. Unter deMikroskop beobachtet man gelbliche und braune amorphe neben wenigen t:llosen glasähnlichen Massen.

Aufbewahrung. Es wird in ein Pulver verwandelt in dicht geschlossenFlasche an einem schattigen Orte aufbewahrt. Bei der Pulverung sind l' :1Pflanzenreste, Sand mit Sorgfalt zu beseitigen.

Anwendung. Man hat das Hyraceum als einen billigen Ersatz des * ^reums einzuführen gesucht und als Nervinum und Antispasmodicum emp 0 \gGabe 0,2 0,51,0 drei- bis viermal täglich. Es ist in Deutschland ,vin Gebrauch gekommen.

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Tinctura Hyracti wird durch Digestion aus 1 Th. gepulvertem ^raceum und 9 Th. Weingeist bereitet. Die Tinctur wird auf Zusatzwenig Wasser nicht milchig getrübt.