Helleborus. 81
üei Pharmacopoea Germanica im Frühjahr vor der Bliithe (im März) oder im'ibst eingesammelt, durch Abwaschen mit kaltem Wasser von anhängender^iie befreit und an der Luft getrocknet. 3 Th. frische Wurzel geben 1 Th.t iT e " '^' e w ' lt ' g aj iz und feingepulvert neben anderen narkotischen Vege-a ->ilien in Blechbüchsen und Glasflaschen aufbewahrt.
Es ist Gebrauch, den Wurzelstock mit einigen daransitzenden Blättern zuB ® meln und zu trocknen, um die Art der Wurzel sicher zu erkennen. Dieseatter sind vor dem Zerschneiden oder Pulvern zu beseitigen.
Anwendung. Radix Hellebori viridis enthält ein narkotisches undn '. n scharfes Princip und zwar in weit grösserer Menge als Radix Hellebori^ Sie gehört zu den narkotischen Arzneimitteln, welche ihre Wirksam-
, ' besonders auf das Ganglien System erstrecken und die Darmsecretionenin p r( ^- ern ' ^ an S iebt s * e zu — 0,1—0,2 (als Drasticum doppelt soviel,Geisteskrankheiten selbst bis zu 1,0) bei Anschoppungen der Unterleibs-b e j? e > hypochondrischen Leiden, Melancholie, Wassersucht, Gelbsucht, auchehr hartnäckigen Wechselfiebern etc.; äusserlich gebrauchte man sie auch gegenj,. °nische Hautausschläge. Die Pharmacopoea Germanica normirt die stärkstenz olndosis zu 0,3 die stärkste Gesammtdosis auf den Tag zu 1,2.
g e V Extractum Hellebori viridis, ExtraetumHellebori. 100 Th. der grob-^Pulverten grünen Nieswurzel werden mit 500 Th. verdünntemöo e 111 g e i s t drei Tage digerirt, unter Auspressen wird colirt. Der Rückstand wirda ,; ( >ls mit 300 Th. verdünntem Weingeist eben solange digerirt, danndi( .fPresst. Die zusammengegossenen und filtrirten Tincturen werden in ein1(5 , ,es Extract verwandelt. Ausbeute circa 14 Th. Ein in Wasser trübeb ew C J les Extract, welches in der Reihe der starkwirkenden Arzneimittel aufzu-g a |j en ist- Gabe 0,03—0,06—0,1 einige Male täglich. Stärkste Einzeln-e 0,1, stärkste Gesammtgabe auf den Tag 0,4.
a Us t Tinctnra Hellebori viridis, Tinctura Hellebori, wird durch Digestiont eiJ1 grobgepulverter grüner Nieswurzel und 10 Th. verdünn-
st^, . e i n g e i s t bereitet. Eine gelbbraune Tinctur, welche in der Reihe dertägr y^kenden Mittel aufzubewahren ist. Gabe 0,5—1,0—2,0 vier-bis fünfmal* c '• Stärkste Einzelngabe 3,0, stärkste Gesammtgabe auf den Tag 12,0.
Alpgjj 1, Helleborus niger Linn ., schwarze Nieswurz, eine perennirende, aufUl) d in Bergwäldern des mittleren Europas wildwachsende Ranunculacee.
*irz t, v Hellebori nigri, Radix Melampodii, schwarz« Niesvvurzel, Weihnachts-Sie ris ' w lirzel, der getrocknete Wurzelstock mit den daran sitzenden Wurzeln.Ua,j . ® bisher in derselben Verfassung wie die vorhergehende in den Handel5 derselben auch sehr ähnlich. Der Wurzelstock ist circa 7 Ctm. lang,daduj, , dick, schräg oder senkrecht, cylindrisch, nach oben verästelt undSegligj knotig, vielköpfig, in circa 2 Mm. weiten Abständen durch BlattnarbenDie rundherum entspringenden zahlreichen Wurzeln sind verschie-2.- llS /, lminen g e( ireht, zart längsrunzlig streifig, circa 2 Mm. dick und bis^ J -tm. lang, leicht zerbrechlich, oben stielrund, sonst zusammengedrückt.
B er Pharmac. Praxis. II. 6