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2 (1878)
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76
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Helenium.

aussen graubraun, hart und spröde, feucht geworden aber zähe; innen mitzahlreichen glänzenden kleinen Oelbehältern versehen; ein dunkelfarbiger Ring

scheidet die etwas dicke Rinde von dem fleischigenHolze, welches enge eitronengelbe Gefässbündel undbreite Markstrahlen enthält; das Mark der Haupt-wurzel, wenn vorhanden, ist ziemlieh weit, in denAesten fehlt es.

Einsammlung und Aufbewahrung. Die Alant-wurzel wird im Frühjahr oder im Herbst gesammelt,gewaschen, in Längsstücke zerschnitten und an einemlauwarmen Orte ausgetrocknet. 4 Th. frischer Wurzelgeben 1 Th. getrockneter. Sie wird geschnitten inhölzernen Kästen an einem trocknen Orte bewahrt.Das grobe und feine (schmutzig weisse) Pulver hältsich am besten in Holzschachteln oder Holzbüchsen.In dicht verschlossenen Gefässen beschlägt die Wurzelmit einem schimmelähnlichen Ueberzuge (Alantkampfer), welcher sie sehrunansehnlich macht.

Bestandteile der trocknen Alantwurzel sind in Procenten: Inulin 3040,wenig flüchtiges Oel, Alantkampfer, auch Helen in genannt (farblos und starr,in prismatischen Krystallen anschiessend, 0,5), wachsähnliche Substanz 0,3,scharfes Weichharz 2, schleimiger bitterer Extractivstoff 33, Proteinstoffe12,5, Cellulose 9,6, Kali- und Kalksalz.

Inulin, auch Alantin, Dahlin, Helenin genannt, C(jH 10 O 5 , also dem Stärke-mehl isomer, findet sich besonders in den Wurzeln der Compositen. Aus seinerLösung in heissem Wasser abgeschieden zeigt es krystallinische Structur, seineLösung eingedampft giebt eine gummiartige Masse. Es ist geruch- und ge-schmacklos, wenn rein auch farblos, von 1,47 spec. Gew., unbedeutend löslichin kaltem Wasser, unlöslich in Weingeist und Aether, wird durch Jod nichtgebläut und durch kochendes Wasser, so wie durch Säuren leicht in Levuloseübergeführt, jedoch wirken Fermente nur schwer darauf ein. Es ist ohne alle»therapeutischen Werth. Seine Abscheidung gelingt durch Vermischen desfrischen Wurzelsaftes mit Weingeist.

Anwendung. Die Alantwurzel ist heute ziemlich obsolet. Früher wendeteman sie als Expectorans und Diureticum, äusserlicli bei Hautausschlägen;Scabies etc. an. Sie ist jedenfalls ein ziemlich indifferenter Arzneikörper, vonwelchem zu bemerken wäre, dass es in Pillen, Latwergen und ähnlichen Com'Positionen das Unangenehme bietet, einen schimmelartigen Beschlag zu veran-lassen. Man verbrauche sie daher im Aufguss oder in der Form des weiß'geistigen Extracts.

Extractum Ilelenii, Extractum Enulae wird durch Digestion der geschnittene 11und contundirten Alantwurzel mit 45procentigem Weingeist, Filtrationdes Auszuges und Abdampfen bis zur gewöhnlichen Extractdicke bereitet-Ausbeute 2530 Procent. Ein braunes, mit Wasser eine trübe Lösung geben'des p]xtract.

Da auch dieses Extract nicht selten ermangelt, einen schimmelähnlichenAnflug anzusetzen, so ist es zweckmässig, das Extract mit etwas Weinge' 8

k

Jn.

Fig. 28. Radix Helenii. Quer-sctmittfläche eines Wurzelastes,4mal vergr. r Rinde, h Holz,k Kambium, o Oelbehälter.