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Fiedern und mit borstlidr-linealen, stachelspitzen Zipfeln. Köpfe zahlreich, zu einem endstän«digen, dichten Ehenstrauss vereinigt. Hülle eiförmig, 4 mm lang-, Hüllblätter länglich, behaart,braunhäutig berandet. Spreublätter an der Spitze schwach gewimpert. Scheibenblüten gelb;Zungenblüten goldgelb (sehr selten blassgelb), 4 bis 6 an Zahl, etwa halb so lang wie dieHülle, an der Spitze kurz 3=zähnig (Taf. 264, Fig. 5 a). — V bis VII.
An sonnigen, trockenen Abhängen, Hügeln, auf offenem Kies«, Sand« und Lössboden,an ungebauten Orten, Mauern und Felsen. Nur im südlichen Oesterreich und in der westlichenSchweiz (Wallis), fehlt in Deutschland (einzig im Hafen von Ludwigshafen [1915] adventiv).
In Oesterreich mit Sicherheit nur in Südtirol: vom Gardasee bis ins Pustertal (um Bruneck),Eisacktal (bis Brixen und Sterzing zirka 1000 m) und bis in den Vintsdigau (im Pfossental und bei Naturns bis1700 m, talaufwärts bis Laatsch und Glums) ziemlich verbreitet und stellenweise gemein. Angeblich audi imsüdlichen Krain. — In der Schweiz nur im mittleren und oberen Wallis: im Haupttal von den lollateresbis Deisdi recht verbreitet, auch in den grösseren Seitentälern vom Eringertal bis zum Binntal, vereinzelt bis1600 m steigend. Angeblich auch im Tessin (ausserdem bei Arona und gegen Luino am Langensee).
Allgemeine Verbreitung: Spanien, Südfrankreich, Schweiz, Südtirol, Italien,Balkanhalbinsel, Mittel« und Südrussland; westliches Sibirien. In Irland und Schottland stellen«weise eingebürgert.
Aendert ab; f. glabr£scens Hausmann. Pflanze nur wenig behaart. An etwas feuchten, fettenStellen. — var. discolor Beauv. Zungenblüten verschiedenfarbig, oberseits goldgelb, unterseits bleichgelb(Im Wallis die verbreitetste Pflanze). Vgl. auch Briquet in Burnat, Flore des Alpes maritimes, Vol. VI (191/),pag. 102. — f. ochroleüca Chenevard. Blüten blassgelb (Wallis). Nicht zu verwechseln mit dem BastardA. Millefolium x A. tomentosa (= A. Schneideri Rouy) 1
Im obersten Vintschgau ist A. tomentosa an dürren Rasenhängen sehr verbreitet und tritt dort nachBraun.Blanquet auf kalkfreier Unterlage (Boden schwach sauer: pH 6,7 bis 6,9) namentlich im FestucaVallesiaca-, Carex supina» und Stipa capillata.Rasen auf. Ueber die Begleitpflanzen auf den Trockenwiesen imWallis vgl. die regelmässig mit ihr vergesellschaftete A. setacea (nr. 485) und Aster Linosyris (Bd. VI/ 1, pag. 422).Neuerdings wird A. tomentosa auch als Freiland, und Topfpflanze empfohlen.
Bastarde sind innerhalb der Gattung Achillea relativ häufig und treten an manchen Standortenzufolge der reichlichen vegetativen Vermehrung in grösserer Individuenzahl auf. Einzelne Achillea.Bastarde sindfruchtbar. Wahrscheinlich existieren auch Tripelbastarde. Vgl. besonders Kerner, A. in Oesterr. Botan.Zeitschrift, Bd. XXIII 11873], Ascherson, Paul in Festschrift der Gesellschaft Naturforschender Freunde zuBerlin [1873], Steiger, Emil, Flora der Adulagebirgsgruppe. Naturforschende Gesellschaft Basel. Bd. XVIII(1906), Heimerl, Anton, Oesterr. Botan. Zeitschrift LXXV (1926), Melly, Ch. in Bulletin de la soci<H6Murithienne Bd. XXXV [1912] (betrifft A. moschata X A. nana), Wilczek, E., ebenda Bd. XXXIX undSündermann, F. in Allgem. Botan. Zeitschr. Bd 12 [1906], pag. 90 (Ueber kultivierte Achillea Bastarde).Hiervon kommen in Betracht: 1. A. atrata L. subsp. Hall er i (Crantz) X A. moschata Wulf. (= A. im»punctata (Hoppe) Kerner non Vest, = A. moschata Wulf var. impunctata Hoppe, = Ptärmica moschatavar. impunctata DC., = Achillea atrata var. intermedia Gaudin non A. intermedia Schleicher, = A. Kraettli»äna Brügger). Stengel unten spärlich, oberwärts dicht flaumig. Laubblätter kahl, drüsenlos oder spärlichdrüsig, kammförmig«fiederspaltig mit linealen, 1 bis 1,5 mm breiten, etwas von einander entfernten, meistungeteilten, seltener an den unteren Blättern zweispaltigen Fiedern. Köpfe 12 bis 14 mm breit. Zungenblüten6 bis 8, 4,5 bis 5 mm lang. Sehr selten in Tirol (Madatschferner, Alpen im Stubai), in Kärnten und in derSchweiz (St. Gotthard, mehrfach im Wallis, Fimberjochs nach Brügger auch im Val Bevers, Suretta, Bern-hardin). — 2. A. atrata L. subsp. Clusiana (Tausch) Heimerl x A. Clavenae L. (= A. Reichard.tiäna Beck). Stengel bis zum Kopfstand beblättert, mit an Grösse allmählich abnehmenden Laubblättern.Laubblätter in der Jugend etwas seidig, später i grauflaumig-, die unteren gestielt, die oberen sitzend, doppeltfiederteilig, mit etwa 1,5 mm breiten Abschnitten, in die geflügelte Blattspindel allmählich herablaufend. Köpfe10 mm breit. Zungenblüten 6 bis S mm lang. Sehr selten in Niederösterreich am Oetscher (1878 von G. Beckentdeckt), Schneeberg, am Dürrenstein und in Steiermark (Aflenzer Staritzen, am Reiting bei Mautern (1899), Eisen,erzer Reichenstein). — 3. A. Clavenae L. X A. moschata L. (= A. (abornöggii Haläcsy). Fig. 298 a.Stengel einfach, grauflaumig, bis zum Kopfstand beblättert. Laubblätter grauflaumig.seidig, lanzetttlich; dieuntersten fiederteilig, jederseits mit 2 bis 3 länglich.lanzettlichen Abschnitten, die übrigen fiederlappig mitentfernten ungeteilten Abschnitten. Köpfe 2 mm breit. Zungenblüten 4 bis 5 mm lang. Höchst selten in Tirol(Udaital in Fassa, Fedaja Pass, Seiseralpe, Travignolotal) und in Kärnten (am Gössnitzeck, zwischen den Alpen.
Hegi, Flora. VI, 2. 37