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über die geheimnisvollen Eigenschaften des Eisenkrauts ins Volk gedrungen, aber es blieb dort nicht haften.(Nach Marz eil, Hrch. Das Eisenkraut als Zauberpflanze in „Der Naturforscher" 3 [1926/27], 419 bis 425).
Verbena officinalis ist ziemlich wärmebedürftig und fehlt infolgedessen im Norden von Deutschlandund in den subalpinen Tälern der Alpen fast ganz. Hingegen ist sie gegen Besdiädigungen, vor allem gegenden Tritt von Weidevieh und Mensrhen sehr unempfindlich und findet sich meist gruppenweise in denBeständen von Lolium perenne und Polygonum aviculare, auf mageren, schwach gedüngten Weiden vomFestuca rubra« oder Bradiypodium pinnatum»Sieglingia decumbens»Typus. Nicht selten erscheint sie auchan Wegrändern mit Hordeum murinum und Sisymbrium officinale und S. Sophia. Audi auf stärkergedüngten Böden pflegt sie nicht auszubleiben und ist dann mit Chenopodium.Arten, Lepidium Draba,Potentilla supina, Ballota nigra, Aethusa Cynapium, Dipsacus silvestris, Chrysanthemum Parthenium usw.anzutreffen, fn Kotkleeäckern ist die Pflanze in Mitteleuropa selten zu finden, obgleich ihre Samen mit fran«zösischen Rotkleesaaten häufig eingeführt werden. — Die kleinen, von Apiden, Tagfaltern, Fliegen usw. besuchtenBlüten bergen im Grunde den von der Unterlage des Fruchtknotens abgeschiedenen Nektar und besitzen einenRing von nach vorn zusammenneigender Haare. Steckt das besuchende Insekt den Rüssel in die Kronröhre,so streift dieser zunächst zwischen den Staubbeuteln vorbei und trifft erst dann auf die papillöse Fläche dertiefer stehenden Narbe. Da aber die Risse der Staubbeutel nach abwärts gerichtet sind, so wird er sich zunächstnicht mit Pollen behaften. Dies tritt vielmehr in der Regel erst beim Zurückziehen des Rüssels ein, weil danneine Drehung der Staubbeutel bewirkt wird. In der Regel erfolgt also Fremdbestäubung. Doch stehen diebeiden unteren Staubbeutel der Narbe so nahe, dass auch mit einer selbsttätigen Selbstbestäubung zu rechnenist, die anscheinend von vollem Erfolge begleitet ist. Gelegentlich treten Blüten auf, in denen nur 2 Staub»blätter vorhanden sind. Zur Fruchtzeit ist der Kelch schräg aufwärts gerichtet und gestattet dadurch ein Aus»schütteln durch den Wind. Auch vorbeistreichende Tiere können dadurch, das sich die etwas einwärts gekrümmtenKelchblattspitzen an ihrem Felle reiben, zur Ausstreuung beitragen. Als Schmarotzer treten Didymella effüsaNiessl und D. R6hmii (Kze.), Erysibe cichoriaceärum DC., Mollisia Verb^nae (Opiz), Ophiöbolus Cesatiänus(Mont.) usw. auf.